Nobel Biocare: Franz Maier soll in VR – Investor mit eigenen Vorschlägen

Franz Maier

Zur Zuwahl in den Nobel-Biocare-VR vorgeschlagen: Franz Maier.

Glattbrugg – Der Dentalimplantatehersteller Nobel Biocare schlägt seinen Aktionären für die Generalversammlung vom 28. März die Zuwahl von Franz Maier in den Verwaltungsrat vor. Mit Meier soll die Expertise und Führungskompetenz vor allem in den Bereichen Medizinaltechnik und Dentalimplantologie erweitert und gestärkt werden, teilte die Gesellschaft am Freitag mit.

Meier war bis Ende 2011 beim Mitbewerber Straumann als Executive Vice President Sales und Mitglied des Executive Board tätig. Seit 2012 sei er Eigentümer von Summit Sherpas, einem auf die Beratung von Verwaltungsräten, CEO’s und Private Equity-Firmen spezialisierten Unternehmen.

Gleichzeitig mit dieser Nomination habe Nobel Biocare einen Antrag eines Aktionärs für drei neue Verwaltungsräte erhalten. Der Privatinvestor Oskar K. Ronner schlage Cheryl Benini-Leland, Rolf Renz sowie sich selber zur Neuwahl vor. Benini-Leland und Renz sind heute für den Industriekonzern Siemens tätig, der 68-jährige Ronner war bis 2003 Leiter der Gebäudetechniksparte bei Siemens. Das Nomination and Compensation Committee von Nobel Biocare werde mit den Kandidaten Gespräche führen, heisst es weiter. Danach wird der Verwaltungsrat «zu gegebener Zeit» seine Empfehlung bekanntgeben.

Börse zahlt Nobel Biocare hoch
An der Börsen wird die jüngste Entwicklung mit Aufmerksamkeit verfolgt: Die Aktien von Nobel Biocare ziehen bis um 12 Uhr um 4,4% auf 9,45 CHF, das bisherige Tageshoch wurde bei 9,79 CHF notiert. Straumann verteuern sich derweil um 1,5% auf 117,50 CHF. Händlern zufolge stammen auffällig viele Käufe aus dem Ausland.

«Der Impuls kam sicherlich von der heutigen Story», erklärte ein Händler. Allerdings könnte es sich nur um ein Strohfeuer der Nobel Biocare-Aktie handeln, sagte er mit Verweis auf den heutigen kleinen Verfall. Dieser könne jeweils ebenfalls Ausschläge in die eine oder andere Richtung auslösen. «Es werden wohl viele Shorts geschlossen», so der Marktteilnehmer. Andere Händler verwiesen auf den Umstand, dass beide Dentalimplantatehersteller als besonders grosse Profiteure des schwächeren Frankens gelten.

Konsolidierungsphantasien 
Ebenfalls eine Rolle dürften die immer wieder genannten und heute aufflammenden Konsolidierungsphantasien spielen. Allerdings dürfte eine Zusammenlegung der beiden Unternehmen mit etwas realistischer Distanz betrachtet kein Thema sein: Eine Fusion würde vor den Wettbewerbsbehörden nicht bestehen. Der Weltmarkt wird von fünf Firmen dominiert; Straumann und Nobel Biocare führen die Rangliste punkto Marktanteile an. (awp/mc/ps)

 

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