Ökonomen und Analysten weniger zuversichtlich

Ökonomen und Analysten weniger zuversichtlich
(Bild: Fotolia / Eisenhans)

Zürich – Die Stimmung der Ökonomen und Analysten mit Blick auf den Schweizer Konjunkturverlauf in den kommenden sechs Monaten ist im Juli gesunken. Das zeigt der CS-CFA-Indikator, der die Erwartungen der Experten misst. Der Indikator ist im laufenden Monat auf -4 Punkte von 8 Punkten im Juni gesunken, wie aus einer Mitteilung der Credit Suisse vom Mittwoch hervorgeht. Dies ist der niedrigsten Stand seit Februar 2016.

Während inzwischen jeder fünfte Befragte (Juni: 8 Prozent) eine Verschlechterung der wirtschaftlichen Situation in der Schweiz über die nächsten sechs Monate erwartet, geht die Mehrheit (64 Prozent) nach wie vor von keiner Veränderung aus.

Aktuelle Situation wird als gut eingeschätzt
Derweil schätzen mehr Experten die aktuelle wirtschaftliche Situation der Schweiz als gut ein. Ihr Anteil stieg auf 68 Prozent von 64 Prozent im Vormonat. Kein einziger bewertet die aktuelle Situation schlecht.

Uneinigkeit hinsichtlich der Entwicklung des Schweizer Frankens
Mit Blick auf der Schweizer Franken war keine klare Erwartung unter den Befragten auszumachen. Ähnlich wie bereits im Vormonat rechnen 36 Prozent der Umfrageteilnehmer mit einer Aufwertung des Franken gegenüber dem Euro, während der gleiche Prozentsatz mit einer Abwertung rechnet. Zudem rechnet fast die Hälfte der Befragten mit einer Seitwärtsbewegung beim US-Dollar/Franken-Paar.

Höhere Inflation erwartet
Klarer fällt die Meinung der Analysten und Ökonomen zum Thema Inflation aus. Hier rechnet die Mehrzahl mit einem Anstieg, auch wenn die Inflationserwartungen etwas tiefer als im Vormonat sind. Mit 52 Prozent geht die Mehrheit der befragten Analysten von einer steigenden Inflation in den nächsten sechs Monaten in der Schweiz aus. Für die Eurozone erwarten dies ebenfalls 52 Prozent und für die USA rechnen 72 Prozent mit einer steigenden Teuerungsrate.

Zudem glauben weiterhin jeweils über 75 Prozent an steigende langfristige Zinsen in der Schweiz, Deutschland und den USA. Bei den kurzfristigen Zinsen erwarten 96 Prozent der Umfrageteilnehmer einen Anstieg in den USA und damit mindestens eine weitere Zinserhöhung der US-Notenbank (Fed) in den nächsten sechs Monaten. In der Schweiz und der Eurozone rechnen derweil um die 90 Prozent mit konstanten kurzfristigen Zinsen.

Die aktuelle Umfrage wurde zwischen dem 09. und 18. Juli 2018 durchgeführt. (awp/mc/pg)

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