Oerlikon will italienische INglass übernehmen

Oerlikon will italienische INglass übernehmen
Oerlikon-Hauptsitz in Pfäffikon SZ. (Bild: Oerlikon)

Zürich – Das Industrieunternehmen Oerlikon expandiert im Bereich Polymerverarbeitung. So soll das italienische Unternehmen INglass übernommen werden, ein Hersteller von Polymer-Heisskanalsystemen.

Ein entsprechender Vertrag sei unterzeichnet worden, teilte Oerlikon am Freitag mit. Die Technologie von INglass sei eine ideale Ergänzung zu den bereits vorhandenen Kompetenzen im Bereich Polymer-Durchflussregelung. Ausserdem werde dadurch die Marktpräsenz ausgebaut.

Mit der Übernahme werde die Umsetzung der Diversifizierungsstrategie im Chemiefasergeschäft beschleunigt, um so auf dem wachstumsstarken Markt für Polymer-Verarbeitungslösungen zu expandieren.

INglass erzielte mit seinem Geschäftsbereich HRSflow im Bereich Heisskanalsystem-Technologie 2020 mit über 1000 Mitarbeitern einen Umsatz von rund 135 Millionen Franken an global 55 Standorten. Der Sitz des Unternehmens befindet sich in San Polo die Piave unweit von Venedig. Zum Produktportfolio zählen nebst den Heisskanalsystemen auch Ingenieur- und Beratungsleistungen für die Entwicklung innovativer Polymerverarbeitungsprodukte.

Zum Übernahmepreis werden keine Angaben gemacht. Die Finanzierung soll aber durch bestehende Kreditfazilitäten von OC Oerlikon sichergestellt sein.

HRSflow peilt diverse Märkte an
Die Heisskanalsysteme der Marke HRSflow werden in unterschiedlichen Industriezweigen eingesetzt. Zu den Zielmärkten gehören die Automobil-Industrie, Konsumgüter- und Haushaltsgeräte, die Verpackungsindustrie, die Abfallwirtschaft sowie der Bau- und Transportsektor.

Die Übernahme soll sich unverzüglich positiv auf die Gewinnmargen und Cashflows von Oerlikon auswirken. Oerlikon verspricht sich Synergien mit den beiden Divisionen Polymer Processing und Surface Solutions. Gleichzeitig wird die Division Manmade Fibers von Oerlikon in «Polymer Processing Solutions» umbenannt.

Oerlikon bietet bereits Lösungen im Bereich der hochpräzisen Durchflussregelung an. Dazu zählt ein Sortiment an Zahnraddosierpumpen für die Textilindustrie und andere Industriezweige wie etwa den Automobilbau, die chemische Industrie sowie die Lack- und Farbenindustrie. HRSflow wird in diesen bereits bestehenden Geschäftsbereich integriert. Aus der Integration wird der Geschäftsbereich Flow Control Solutions entstehen, der Teil der Division Polymer Processing Solutions sein wird.

Der Abschluss der Transaktion unterliegt den üblichen Genehmigungen und Abschlussbedingungen und soll voraussichtlich im zweiten Quartal 2021 erfolgen. (awp/mc/ps)

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