Orascom: Kanton GR für Ausbau des Skigebiets am Oberalppass

Samih Sawiris
Samih Sawiris, VRP Orascom DH.

Orascom-CEO Samih Sawiris.

Chur – Die Bündner Regierung ist für einen Ausbau des Skigebiets zwischen Andermatt UR und Sedrun GR. Sie beantragt dem Bundesamt für Verkehr, der Andermatt-Surselva Sport AG die Konzession und Plangenehmigung für den Bau der Liftanlagen zu erteilen. Gegenstand des Gesuchs an den Bund bilden insgesamt 17 touristische Transportanlagen zwischen Andermatt und Oberalppass sowie am Gemsstock.

Lediglich eine Anlage liegt im Kanton Graubünden, auf Gebiet der Gemeinde Tujetsch, wie die Regierung in Chur am Donnerstag mitteilte. Mit dem geplanten Ausbau des Skigebiets werde das Ziel verfolgt, einen nachhaltigen Tourismus in der Region Urserntal/obere Surselva anzubieten. Für die obere Surselva bietet das Projekt nach Ansicht der Bündner Regierung eine Chance für die Schaffung einer zukunftsfähigen räumlichen Entwicklung.

Projekt wird reduziert

Die Andermatt Gotthard Sportbahnen will die Skiarena jedoch nicht in der ursprünglich vorgesehenen Dimension mit Investitionen von über 200 Mio CHF realisieren, wie Anfang Woche bekannt wurde. Der Grund liegt hauptsächlich darin, dass sich der Kanton Uri nicht, wie in der Maximalvariante vorgesehen, mit 80 Mio CHF beteiligen will. Verfolgt wird deshalb eine reduzierte Variante für rund 130 Mio CHF. Ein erster Bericht zum überarbeiteten Projekt soll bis Mitte Dezember vorliegen. Beteiligt an der Überarbeitung des Projekts sind Vertreter der schwedischen Investorengruppe Skistar, der Andermatt Gotthard Sportbahnen AG, der Sawiris Firma Andermatt Swiss Alps AG und der Sedrun Bergbahnen.

Tourismusresort Andermatt
Sawiris baut mit seiner Firma Orascom Development in Andermatt ein Tourismusresort. Im Endausbau soll es aus sechs Hotels, 490 Apartments in 42 Gebäuden, rund 20 Villen, 1970 Parkplätze, 35’000 Quadratmeter Gewerbefläche, einem Sport- und Freizeitzentrum, einer Kongress- und Konzerthalle sowie einem Golfplatz bestehen. (awp/mc/ps)

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