Orior will mit neuer Strategie rentabel wachsen und mehr ausschütten

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Salametti, Rohschinken und Bresaola von Rapelli. (Bild: Orior)

Zürich – Der Lebensmittelhersteller Orior setzt in der neuen Strategie 2025 auf die bisherigen Stossrichtungen und strebt damit rentables Wachstum an. Die Aktionäre sollen dabei von weiter steigenden Dividenden profitieren.

Konkret strebt Orior in den kommenden fünf Jahren ein durchschnittliches organisches Wachstum von 2 bis 4 Prozent an, nachdem bislang Zuwächse im Bereich von jährlich 1 bis 2 Prozent in Aussicht gestellt wurden. Zudem soll künftig eine jährliche Steigerung des Betriebsergebnisses auf Stufe EBITDA gelingen, während eine Marge von über 10 Prozent angepeilt wird, wie es in einer Mitteilung vom Montag heisst. Im Jahr 2019 lag die EBITDA-Marge bereits bei gut 10 Prozent.

Bilanzstärke im Fokus
Weiter will Orior die Bilanzqualität verbessern. Im Fokus steht eine Ziel-Eigenkapitalquote von über 25 Prozent und eine Nettoverschuldung, die nicht grösser als zweieinhalbmal des erzielten EBITDA ausfallen soll. Zudem werde man auch die Kapitaleffizienz (ROCE) stetig steigern, teilte Orior weiter mit. Und die Strategie 2025 sehe weiterhin eine laufende Erhöhung der absoluten Dividende vor.

Geld will Orior, wenn möglich, auch für Zukäufe einsetzen. Man sei weiterhin offen für Arrondierungen, Übernahmen oder Partnerschaften, heisst es. Allerdings sei auch bei Akquisitionen die Bilanzqualität ein wichtiger Faktor.

Im Rahmen der Präsentation der neuen Strategie bestätigt Orior auch die im August kommunizierte Guidance für das laufende Geschäftsjahr. Da erwartet die Gruppe eine EBITDA-Marge im Bereich von 8,6 bis 8,8 Prozent und einen Umsatz von 585 bis 595 Millionen Franken. Aus heutiger Sicht dürften die Resultate am oberen Ende der Guidance zu liegen kommen, so die Mitteilung.

Aktie gesucht
Damit habe Orior trotz Coronakrise die Erwartungen an das laufende Jahr ans obere Ende der Prognose-Bandbreite gesetzt, schreibt Patrik Schwendimann von der ZKB. Und auch mit den Zielsetzungen für die nächsten Jahre schalte die Gruppe einen Gang höher. Ansonsten sei die neue Strategie eine Evolution und Schärfung der bisherigen Pläne, wobei die weiteren Dividendenerhöhungen positiv hervorzuheben seien.

René Weber von der Bank Vontobel sieht die 2025-Strategie als logische Weiterentwicklung der bisherigen Strategie. Das Wachstumsziel sei ambitiös, denn solche Steigerungen seien in der Vergangenheit nicht erreicht worden. Mit der Neupositionierung der Tochter Casualfoods im Reisegeschäft lägen die Ziele aber durchaus im Bereich des Möglichen. Zudem dürfte die Bestätigung der Ziele des laufenden Jahres der Aktie eine Stütze bieten.

An der Börse legen die Orior-Aktien am Montag denn auch an Wert zu. Gegen 9.40 Uhr gewinnen sie 2,6 Prozent auf 72,50 Franken, während der Gesamtmarkt (SPI) mit 0,7 Prozent im Plus steht. (awp/mc/ps)

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