Panalpina kehrt im 1. Quartal in die Gewinnzone zurück

Monika Ribar

Die scheidende Panalpina-Konzernchefin Monika Ribar. (Foto: Panalpina)

Basel – Dem Logistikdienstleister Panalpina ist im ersten Quartal 2013 die Rückkehr in die Gewinnzone gelungen. Um hohe Rückstellungen aus dem Vorjahr bereinigt waren die Gewinnzahlen zwar leicht rückläufig, lagen aber gleichwohl deutlich über den Erwartungen der Analysten. In der Seefracht und im Geschäft mit Logistikdienstleistungen wuchs Panalpina stark, während die Luftfrachtvolumen weiter nachgaben.

Bei einem um 4,0% höheren Nettoumsatz von 1,60 Mrd CHF legte der für einen Logistiker aussagekräftigere Bruttogewinn um 0,5% auf 365,8 Mio zu. Das operative Ergebnis auf der Stufe EBITDA erreichte 30,1 Mio CHF, nach einem Fehlbetrag von 25,5 Mio im Vorjahr. Der EBIT erreichte 18,5 Mio CHF (VJ -35,6 Mio), teilte Panalpina mit.

2012 drückten aber Rückstellungen für Kartellstrafen der EU und der Schweiz in Höhe von 59 Mio CHF das Ergebnis. Bereinigt um diese einmaligen Sonderaufwendungen sanken der EBITDA um 11% und der EBIT um 22%. Gleichwohl lagen die von Panalpina gezeigten Zahlen zum Teil deutlich über den Erwartungen der Analysten. Dies gilt insbesondere für den ausgewiesenen Gewinn in Höhe von 14,3 Mio CHF für das erste Quartal 2013. Der Vorjahresverlust hatte bei 40,9 Mio gelegen.

Die EBITDA/Bruttogewinn-Marge sank von Januar bis März auf 8,2% von bereinigten 9,3% im Vorjahr. Dieser Wert soll nach Vorstellungen des Unternehmens dereinst auf 20% steigen. Wann die ursprünglich für das Geschäftsjahr 2014 versprochene Marge erreicht wird, ist indes nach heutigem Stand der Dinge noch unklar.

Seefracht auf Kurs…
In der Seefracht bleibt Panalpina auf Kurs: Die beförderten Volumen erreichten einen neuen Höchststand für das erste Quartal eines Jahres; Panalpina transportierte 7% mehr TEU (20-Fuss-Container) als im Jahr zuvor. Damit habe sich das Unternehmen klar besser als der Markt entwickelt, der ungefähr um 2% zugelegt habe. Der Segmentsumsatz kletterte um 14% auf 664 Mio CHF, der Bruttogewinn legte aufgrund der deutlich niedrigeren Profitabilität pro Transporteinheit lediglich um 1,7% auf 117 Mio zu.

… Turbulenzen in der Luft
Die Luftfracht steckt hingegen weiterhin in Turbulenzen: Panalpina erfuhr einen Volumenrückgang um 3% und schrumpfte dabei stärker als der Markt (-2%). Panalpinas Umsatz sank um 3,7% auf 720 Mio CHF. Während die Volumen von Kunden aus der High-Tech-, Telekommunikations- und Chemiebranche schwach geblieben seien, hätten die Industriezweige Consumer und Retail, Healthcare und Öl und Gas ein Wachstum im zweistelligen Bereich aufgewiesen, so das Unternehmen.

Der Bruttogewinn pro Tonne Luftfracht sank im Vorjahresvergleich um 5%, nahm aber gegenüber dem Vorquartal um 6% zu. Die tieferen Volumen und die gesunkene Profitabilität pro Einheit führten zu einem Rückgang des Bruttogewinns um 7,5% auf 147 Mio CHF.

Wachstum der Logistik-Division
Panalpinas Logistik Division wuchs um 3,3% auf 218 Mio CHF und der Bruttogewinn erreichte 102 Mio (+13%). Diese biete den Kunden immer öfter Mehrwertdienste an, so Panalpina.

Starke Geschäfte in der Region Americas
Nach regionalen Gesichtspunkten reüssierte Panalpina vor allem bei der Fracht über den Pazifik: Der Bruttogewinn in der Region Amerikas stieg um 5% auf 113 Mio CHF. Schwache europäische Importe hätten hingegen den Bruttogewinn in den Regionen EMEA und Asien-Pazifik beeinträchtigt. Der Bruttogewinn in Asien-Pazifik fiel um 8% auf 72 Mio, während er in EMEA um 2% auf 181 Mio zunahm.

«Mit Blick in die Zukunft stimmt uns die Entwicklung in der Seefracht und Logistik zuversichtlich. In der Luftfracht bleiben die Marktaussichten hingegen schwach», lässt sich die scheidende Konzernchefin Monika Ribar in der Mitteilung zitieren. «Wir werden weiter auf einen ausgeglicheneren Mix zwischen unseren Kernprodukten Luftfracht, Seefracht und Logistik hinarbeiten und auch einen besseren Mix bei den Industriezweigen anstreben. Gleichzeitig werden wir die Kosten sehr genau im Auge behalten.» (awp/mc/pg)

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