Phoenix Mecano steigert Umsatz im 1. Quartal

Benedikt Goldkamp
Benedikt Goldkamp, VR-Präsident Phoenix Mecano (Foto: Phoenix Mecano)

Benedikt Goldkamp, CEO Phoenix Mecano (Foto: Phoenix Mecano)

Kloten – Der Komponenten- und Gehäusehersteller Phoenix Mecano hat im ersten Quartal 2015 Umsatz und Auftragseingang gesteigert. Das Ergebnis fiel demgegenüber spürbar niedriger aus als in der Vorjahresperiode. Deutlich beeinflusst wurden die Zahlen von dem erstarkten Dollar. Der Wachstumskurs soll fortgesetzt werden. Der Bruttoumsatz stieg um 5,1% auf 139,8 Mio EUR. Währungsbereinigt resultierte jedoch nur ein minimales Plus von 0,1%. Beim Auftragseingang wurde ein Anstieg von 7,7% auf 142,8 Mio verbucht, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilt.

Der EBIT sank hingegen im ersten Quartal um 26% auf 8,7 Mio EUR und die EBIT-Marge auf 6,2% von 8,9% im Vorjahr. Der Reingewinn ging um deutliche 37% auf 4,8 Mio EUR zurück.

Umsatz und Reingewinn höher als erwartet
Mit den vorgelegten Zahlen hat Phoenix Mecano die Erwartungen der Analysten beim Umsatz und Reingewinn übertroffen, beim Betriebsgewinn hingegen verfehlt. Die Banken ZKB und Helvea prognostizierten einen Umsatz von 136 bzw. 137 Mio EUR sowie einen EBIT von 9,4 bzw. 12 Mio. Die ZKB veranschlagte überdies die Erwartungen für den Reingewinn auf nur 4,4 Mio.

In den Divisionen verbuchte die Sparte ELCOM/EMS auch getrieben von Akquisitionen mit +10% den stärksten Zuwachs beim Bruttoumsatz auf 28,5 Mio EUR. Das Betriebsergebnis sank jedoch um 58% auf -1,5 Mio entsprechend einer Betriebsergebnismarge von -5,4% (VJ -3,8%). In der Gehäusetechnik wuchs der Bruttoumsatz um 4,1% auf 45,8 Mio. Auch hier war das Betriebsergebnis um 17% auf 6,1 Mio rückläufig und die Marge ging auf 13,4% (VJ 16,7%) zurück. Der Absatz bei der Sparte Mechanische Komponenten schliesslich stieg auf 65,5 Mio, ein Plus von 3,8% gegenüber dem Vorjahresquartal. Das Betriebsergebnis erreichte 5,1 Mio, ein Minus von 19%. Die Marge beträgt hier 7,8% (VJ 10,0%).

Starker Dollar beeinflusst Umsatz in Amerika und Asien
Der starke Währungseinfluss ist auch in der regionalen Betrachtung abzulesen. In Nord- und Südamerika wurde ein Umsatzanstieg um 6,5% verbucht, während währungsbereinigt ein Minus von 7,0% resultierte. In der Region Nah- und Fernost weist der Absatz ein Plus von 12,7% aus, bereinigt jedoch -1,0%. Deutschland und das übrige Europa wuchsen um 3,1% bzw. 3,3%, die Schweiz um 1,0% (bereinigt -4,7%).

Das Erstarken des USD wirke sich per Saldo derzeit negativ auf die Ertragskraft der Gruppe aus, heisst es in der Einschätzung des Unternehmens der Ergebnisse des ersten Quartals. Die weltweite Industriekonjunktur habe sich aus Sicht von Phoenix Mecano Anfang 2015 stabil gezeigt.

Guidance 2015 zu einem späteren Zeitpunkt
Auf einen Ausblick auf das Geschäftsjahr 2015 will das Management vorerst verzichten und will eine Guidance für das Betriebsergebnis erst mit den Halbjahreszahlen veröffentlichen. Dabei wird auf die starken Währungsschwankungen verwiesen. Bei den aktuellen Wechselkursveränderungen zwischen USD und EUR in der Grössenordnung von rund 25% innerhalb eines Jahres würden diese Faktoren eine erhebliche Rolle spielen und seien in ihren mittelfristigen Auswirkungen noch nicht vollständig absehbar, so das Unternehmen.

In den Wachstumsregionen China und Indien soll der Ausbau der Produktionskapazitäten im laufenden Jahr forciert werden, heisst es in dem Communiqué weiter. Gleichzeitig sollen Entwicklungs- und Vertriebsteams mit innovativen Produkten neue Marktnischen bearbeiten werden, die das Wachstum der Gruppe in den kommenden Jahren sicherstellen sollen.

Dividende unverändert bei 15 Franken
Gleichzeitig mit den Quartalszahlen gab das Unternehmen auch die definitiven Geschäftszahlen für das Jahr 2014 bekannt. Gegenüber der Publikation im vergangenen Februar ergaben sich indes keine Veränderungen. Neu ist indes die Bekanntgabe der Dividende für das Geschäftsjahr 2014. Diese soll gegenüber dem Vorjahr mit 15 CHF unverändert zum Vorjahr ausfallen. (awp/mc/pg)

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