Phoenix Mecano trotz starkem Gewinnplus unter Erwartungen

Rochus Kobler
Rochus Kobler, CEO Phoenix Mecano. (Foto: Phoenix Mecano)

Kloten / Stein am Rhein – Phoenix Mecano hat im dritten Quartal 2018 eine moderate Umsatzsteigerung verbucht. Unter dem Strich blieb dem Komponenten- und Gehäusehersteller zwar deutlich mehr Gewinn, dennoch wurden die Markterwartungen leicht verfehlt. Der Ausblick für das Gesamtjahr wird bestätigt, auch wenn das Umfeld herausfordernder wird.

Der Auftragseingang sank sogar leicht um 0,7 Prozent auf 149,9 Millionen Euro, wie die Gesellschaft am Dienstag mitteilte. Den konsolidierten Bruttoumsatz steigerte Phoenix Mecano um 3,2 Prozent auf 158,0 Millionen. In den ersten neun Monaten war es ein Plus von 4,6 Prozent auf 497,3 Millionen.

Das Betriebsergebnis auf Stufe EBIT legte im dritten Quartal dank der Trendwende bei der Sparte Elcom/Ems kräftig zu wurde auf 10,8 Millionen Euro mehr als verdoppelt. Auch beim Reingewinn machte sich die Entwicklung bemerkbar – dieser kletterte von 3,1 Millionen im Vorjahr auf 8,3 Millionen in die Höhe.

Mit den Zahlen hat Phoenix Mecano die Vorgaben der Analysten allerdings durchgehend verfehlt. Der AWP-Konsens für den Auftragseingang lag bei 159,2 Millionen Euro, für den Umsatz bei 159,4 Millionen, für den EBIT bei 11,7 Millionen und für den Reingewinn bei 8,4 Millionen.

Elcom/Ems schreibt schwarze Zahlen
Bei den einzelnen Sparten wiesen in den ersten neun Monaten alle ein Wachstum auf. Das starke Plus beim Betriebsergebnis und Gewinn sei insbesondere den schwarzen Zahlen bei Elcom/Ems zu verdanken, hiess es weiter. Nachdem hier in den ersten neun Monaten des Vorjahres noch ein negatives Betriebsergebnis von 10,3 Millionen Euro zu Buche schlug, stand nun ein Plus von 3,0 Millionen. Dabei sei die Produktivität durch Engpässe in der Verfügbarkeit kritischer elektronischer Bauteile sogar noch negativ beeinflusst worden.

In der Sparte Gehäusetechnik stieg der Bruttoumsatz in den ersten neun Monaten um 2,2 Prozent in Lokalwährungen, das Betriebsergebnis ging indes um 2,6 Prozent zurück. Während der grösste nationale Markt Deutschland ein Umsatzplus erzielte, wurde in Südostasien im Vergleich zum starken Vorjahr ein Rückgang verzeichnet. Im dritten Quartal sei hier aber bereits wieder eine leichte Markterholung erkennbar.

Bei der Sparte Mechanische Komponenten legte der Umsatz um deutliche 12 Prozent zu, wozu beide Produktbereiche beitrugen. Allerdings führten die Strafzölle der USA auf Waren aus China zu höheren Kosten mit Auswirkungen auf die Marge und das Betriebsergebnis.

Herausforderndes Umfeld – Ausblick bestätigt
Das Umfeld für Phoenix Mecano werde insgesamt zu einer grösseren Herausforderung. Dennoch sieht sich das Unternehmen auch angesichts sinkender Einkaufsmanagerindizes gut aufgestellt. So könnten auch bei abnehmender Wachstumsdynamik stabile Cashflows generiert werden. Der Ausblick für das Gesamtjahr wurde denn auch bestätigt und Phoenix Mecano erwartet weiterhin ein EBIT ohne Einmaleffekte von 40 bis 46 Millionen Euro. (awp/mc/ps)

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