Plazza 2017 mit deutlich höherem Gewinn

Ralph Siegle
Plazza-CEO Ralph Siegle. (Foto: Plazza)

Zürich – Die Immobiliengesellschaft Plazza hat im Geschäftsjahr 2017 den Liegenschaftenertrag klar gesteigert. Dies ist vor allem auf eine deutlich reduzierte Leerstandsquote zurückzuführen. Auch der Gewinn ohne Neubewertungseffekt nahm zu, entsprechend soll auch die Dividende erhöht werden. Noch immer ist die Leerstandsquote im Bereich Geschäftsflächen aber vergleichsweise hoch. Für 2018 zeigt sich das Unternehmen dennoch zuversichtlich und stellt einen markant höheren Gewinn in Aussicht.

Der Liegenschaftsertrag erhöhte sich um gut 6% auf 15,7 Mio CHF, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilt. Der Anstieg wird insbesondere mit neu abgeschlossenen Mietverträgen, welche teilweise bereits in der Berichtsperiode wirksam geworden sind, begründet.

Leerstandsquote halbiert
Die Leerstandsquote hat sich per Jahresende über das gesamte Portfolio denn auch auf 8,3% mehr als halbiert. Bei den Büroliegenschaften blieb sie mit einem Wert von knapp 20% in einem hohen Bereich, reduzierte sich aber gegenüber den 44,9% per Ende 2016 gleichwohl markant. Im Wohnsegment, das über 60% zu den Liegenschaftenerträgen beisteuert, verblieb die Leerstandsquote auf tiefem Niveau bei 2,2%.

Entsprechend den höheren Einnahmen und dank eines stabilen Betriebsaufwands stieg auch das Betriebsergebnis auf Stufe EBIT ohne Neubewertungserfolg um gut 10% auf 10,7 Mio CHF. Der Neubewertungserfolg ging den Erwartungen des Unternehmens entsprechend auf 10,4 Mio um rund ein Drittel zurück. So resultierte ein um 13% tieferer Reingewinn von 17,0 Mio CHF.

Deutlich mehr Dividende
Der für die Ausschüttung relevante Gewinn unter Ausklammerung des Neubewertungserfolgs kletterte dagegen um 14% auf 8,8 Mio in die Höhe. So soll auch die Dividende um 1 auf 4 CHF je Namenaktie A und um 20 Rappen auf 0,80 CHF je Namenaktie B erhöht werden.

Mit Blick auf die Marktsituation heisst es, dass das tiefe Zinsniveau die Bautätigkeit in der Schweiz sowohl für Geschäfts- als auch für Wohnliegenschaften hochhalte. Im Wohnbereich sei das Angebot in vielen Regionen der Schweiz gewachsen und die Leerstände nähmen zu, was durch die Wohnungsinserate bestätigt werde. Selber spüre man die Folgen dieser Entwicklung bisher aber kaum, da Wohnliegenschaften im mittleren Preissegment und an zentrumsnahen Lagen weiterhin gefragt seien.

Geschäfts-Segment bleibt schwierig
Der Markt für Geschäftsflächen bleibe indes herausfordernd, denn die rege Bautätigkeit führe zu spürbaren Ausdehnungen des Angebots und setze die Mietpreise unter Druck. Im Berichtsjahr seien aber Fortschritte bei der Vermietung leer stehender Geschäftsflächen gemacht worden, insbesondere in Zürich und Luzern.

Für 2018 rechnet Plazza mit einer deutlichen Steigerung des Liegenschaftenertrags von rund einem Viertel. Haupttreiber dafür seien die Mietzinseinnahmen der neu erstellten Wohnungen in der Überbauung «Im Glattgarten» in Wallisellen, wo mittlerweile über 60% der 218 Wohnungen vermietet seien. Damit bestätigt das Unternehmen Angaben von kurz vor Weihnachten.

Weiter zeichne sich eine markante Zunahme des Gewinns vor Neubewertung in der Grössenordnung von einem Drittel gegenüber 2017 ab. Der Erfolg aus Neubewertung dürfte auch aufgrund der Projektfortschritte zumindest die Grössenordnung des Jahres 2017 erreichen. (awp/mc/ps)

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