PMI im Juni deutlich rückläufig

Konjunktur Schweiz

Zürich – Der Schweizer Einkaufsmanager Index (PMI) ist im Juni 2011 um deutliche 5,7 auf 53,4 Punkte gesunken. Damit befinde sich der Wert zwar unverändert über der Wachstumsschwelle, doch der Höhenflug der Industrie nach anderthalb Jahren sei damit recht abrupt zu Ende gegangen, heisst es in einer Mitteilung der Credit Suisse vom Freitag.

Der PMI wird von der Grossbank CS in Zusammenarbeit mit dem Schweizerischen Verband für Materialwirtschaft und Einkauf (SVME) herausgegeben. Von AWP befragte Ökonomen hatten zuvor einen Wert im Bereich von 56,0 bis 60,3 Punkten erwartet. Seit Anfang 2010 habe sich der Index weit über seinem langjährigen Mittelwert (54,4 Punkte) um die Marke von 60 Stellen bewegt. Angesichts der Schwankungen im Index sollte nach Ansicht der Umfrageerheber ein Monatswert zwar nicht überinterpretiert werden, der Taucher sei aber unerwartet deutlich. Offenbar hat die Industriekonjunktur ihren zyklischen Höhepunkt überschritten, stellt die Credit Suisse fest.

Beschäftigungskomponente leicht im Plus
Die Subkomponente «Auftragsbestand» sank den Angaben zufolge um 8,2 auf 48,8 Zähler, die Produktionskomponente gab um 14,5 auf 46,6 Punkte nach. Demgegenüber habe sich die Beschäftigungskomponente mit plus 0,3 auf 58,2 Punkte sogar marginal verbessert und lag weiter deutlich in der Wachstumszone. Diese Dynamik lasse auf eine anhaltend optimistische Erwartung der Unternehmen schliessen. Auch der Anstieg der Lieferfristenkomponente um 2,4 auf hohe 69,2 Zähler sei ein Zeichen dafür, dass die Kapazitäten trotz des leichten Rückgangs der Produktion im vergangenen Monat gut ausgelastet waren. Gute Neuigkeiten habe es auch von den Einkaufspreisen gegeben – dies vornehmlich dank tieferen Einstandspreisen für Vorleistungen und dem starken Franken. (awp/mc/ps)

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