Poenina nach Inretis-Übernahme mit deutlichem Wachstum

Jean-Claude Bregy
Poenina-CEO Jean-Claude Bregy. (Foto: Poenina)

Glattbrugg – Das auf Gebäudetechnik und Gebäudehüllen spezialisierte Unternehmen Poenina hat durch die Übernahmen von Inretis im ersten Halbjahr den Umsatz fast verdoppelt. Im umsatzstärkeren zweiten Halbjahr wird eine zusätzliche Steigerung der Ertrags- und Rentabilitätskennzahlen erwartet.

Der Betriebsertrag verbesserte sich im Verglich zum Vorjahr um rund 89 Prozent auf 117,9 Millionen Franken und der EBIT verdoppelte sich auf 5,8 Millionen. Daraus errechnet sich eine Marge von 4,9 Prozent, nach 4,7 Prozent im Vorjahr. Der Gewinn schliesslich nahm um 96 Prozent auf 4,3 Millionen zu. Insgesamt lagen die Zahlen leicht über den Schätzungen.

Inretis-Übernahme im November 2018
Poenina hatte Inretis im November 2018 übernommen und zur Finanzierung eine Kapitalerhöhung vorgenommen. Inretis ist in den Kantonen Graubünden, Schaffhausen und Wallis sowie im Fürstentum Liechtenstein tätig.

Integrationsprozess dauert an
Das erste Semester sei stark vom Integrationsprozess der neuen Gruppengesellschaften geprägt gewesen, so Poenina weiter. Dies werde die Gruppe auch im zweiten Halbjahr beschäftigen. Die vollen Synergieeffekte sollen sich nach weiteren Schritten im Ergebnis der Gruppe niederschlagen. Genannt werden in diesem Zusammenhang etwa die Optimierung und Harmonisierung der Geschäftsprozesse, die Modernisierung der IT-Infrastruktur sowie verstärkt gebündelte Einkaufstätigkeiten.

Volle Auftragsbücher
Das operative Geschäft habe sich derweil wie prognostiziert „erfreulich entwickelt“. Die anhaltend hohe Nachfrage im Bereich der Gebäudetechnik habe für einen soliden Auftragseingang und volle Auftragsbücher gesorgt. Poenina erwähnt hier insbesondere die hohe Nachfrage im Grossraum Zürich und die vielen öffentlichen Bauten und infrastrukturellen Investitionen im Kanton Wallis.

Im Ausblick auf den Rest des Jahres gibt sich das Management zuversichtlich. Aufgrund des aktuell guten Marktumfelds, dem konstant hohen Auftragsvorrat und dem üblicherweise leistungsstärkeren zweiten Halbjahr wird nochmals eine leichte Verbesserung der Ergebnisse zum Jahresende hin erwartet.

Mittel- und langfristig sieht sich die Gruppe für die zukünftigen Chancen und Herausforderungen in der Baubranche gerüstet. Akquisitionen blieben Teil der Strategie, betont das Unternehmen. (awp/mc/pg)

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