Polyphor plant Börsengang an der SIX am 15. Mai 2018

Polyphor plant Börsengang an der SIX am 15. Mai 2018
Polyphor-CEO Giacomo Di Nepi. (Foto: Polyphor)

Allschwil – Das Biopharma-Unternehmen Polyphor will Mitte Mai den Sprung aufs Parkett wagen. Wie das Unternehmen am Freitag mitteilte, ist der Börsengang für den 15. Mai 2018 geplant. Die Preisspanne hat es auf 30 bis 40 Franken je Aktie festgesetzt. Damit strebt Polyphor einen Bruttoerlös von rund 100 Millionen bis 150 Millionen Franken an.

„Die Mittel sollten dann reichen, um unsere aktuell laufenden beiden Programme bis zum Schluss zu finanzieren“, kündigt der Polyphor-CEO Giacomo Di Nepi an einer Medienkonferenz an. Dabei liege die grössere Priorität auf dem Phase-III-Programm mit Murepavadin (POL7080). Dabei handelt es sich um ein erregerspezifisches Antibiotikum zur Behandlung der nosokomialen Lungenentzündung.

Murepavadin ist ein Wirkstoff aus der neuen Klasse von Antibiotika, führte der CEO an der Konferenz weiter aus. Diese „Outer Membrane Protein Targeting Antibiotics“ (OMPTA) sind demnach eine potenziell erste neue Klasse von Antibiotika gegen gramnegative Bakterien, die seit mehr als 50 Jahren die Phase III der klinischen Entwicklung erreicht hat.

Markt im Wandel
Dass sein Unternehmen sich auf den Bereich Antibiotika fokussiere, habe mit dem Marktpotenzial zu tun. Immerhin sei die zunehmende Resistenz gegen Antibiotika eine ernst zu nehmende Gefahr. Entsprechend gross sei das Interesse an vielversprechenden Ansätzen, erklärt der Manager weiter. Es gebe hier auch attraktive Finanzierungsmöglichkeiten.

„Der Markt für Antibiotika befindet sich im Wandel“, so Di Nepi. Ähnlich wie etwa in der Onkologie gehe der Trend weg von den Breitband- hin zu zielorientierteren Antibiotika. „Und in diesem Markt gehört Polyphor zu den führenden Unternehmen.“

Der zweite Produktkandidat ist Balixafortide aus dem Bereich der Immun-Onkologie. Der Kandidat wird derzeit bei Patienten mit einer bestimmten Form von Brustkrebs getestet, die zuvor bereits mindestens zwei Chemotherapien verabreicht bekommen haben. „Gerade bei dieser Patientengruppe besteht ein hoher medizinischer Bedarf“, stellt denn auch Debra Barker, Chief Medical Officer bei dem Börsenkandidaten, heraus. Vereinfacht ausgedrückt hilft Balixafortide dabei, dass Chemotherapien wieder effizienter wirken.

Partner für Onkologie-Kandidaten willkommen
Für Balixafortide hatte Polyphor erst vor wenigen Tagen von der US-Gesundheitsbehörde FDA den so genannten „Fast Track“-Status erhalten. Der Fast Track ist ein Instrument der Zulassungsbehörde, das die Entwicklung eines Medikaments mit erheblichem medizinischen Bedarf beschleunigen und vereinfachen soll.

Hier habe man nun die Möglichkeit, durch diesen Status den Wirkstoff vergleichsweise schnell auf den Markt zu bekommen, wenn sich die ersten Daten auch in einer zulassungsrelevanten Studie bestätigen. Wie der CEO vor den Journalisten ergänzt, sei man bei diesem Projekt aber auch für Partnerschaften durchaus offen. (awp/mc/pg)

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