Post erleidet im ersten Quartal 2016 Gewinnrückgang

Susanne Ruoff
Susanne Ruoff, zurückgetretene Post-Chewfin. (Foto: Die Post)

Susanne Ruoff, Konzernleiterin Schweizerische Post. (Bild: Post)

Bern – Die Schweizerische Post hat im ersten Quartal 2016 die durch den technologischen Wandel bedingten Volumenrückgänge sowie das Tiefzinsumfeld zu spüren bekommen. Das Unternehmen erwirtschaftete in den ersten drei Monaten des Jahres einen Konzerngewinn von 192 Mio CHF, was einem Rückgang um 15% gegenüber der Vorjahresperiode entspricht, wie die Post am Donnerstag mitteilte.

Insgesamt erwirtschaftete die Post in den ersten drei Monaten des Jahres einen leicht tieferen Betriebsertrag von 2,07 Mrd CHF (-2,8%). In drei von vier Märkten der Post sei der Ergebnisbeitrag rückläufig gewesen, heisst es in der Mitteilung. Das Betriebsergebnis fiel mit 207 Mio CHF um rund 29% unter dem Vorjahreswert aus.

Im Kommunikationsmarkt erwirtschaftete die Post ein Betriebsergebnis von 72 Mio CHF (-13%). Der Rückgang sei vor allem auf Einmaleffekte bei Poststellen und Verkauf zurückzuführen gewesen. PostMail und Swiss Post Solutions konnten laut Mitteilung den Betriebsergebnis-Beitrag steigern. Die Anzahl adressierter Briefe nahm um 3,3% ab.

Im Logistikmarkt erzielte PostLogistics ein Betriebsergebnis von 24 Mio CHF (-23%). Zwar fielen bei einer um 3,9% erhöhten Paketmenge Mehrerträge an, wegen einer verstärkten Nachfrage nach Wertlogistiklösungen und Gesellschaftsübernahmen aufgrund von Einmaleffekten habe das Betriebsergebnis aber abgenommen. Im Personenverkehrsmarkt steigerte PostAuto das Betriebsergebnis auf 14 Mio CHF (+8%).

PostFinance wieder klar rückläufig
Die PostFinance erzielte im ersten Quartal ein klar gesunkenes Betriebsergebnis von 102 Mio CHF (-41%). «Im Wesentlichen» lag dies allerdings an höheren Portfoliowertberichtigungen auf Finanzanlagen (-27 Mio CHF), nachdem im Vorjahr Portfoliowertaufholungen verbucht werden konnte (+47 Mio).

Im Zinsdifferenzgeschäft fiel der Erfolg aufgrund mangelnder rentabler Anlageopportunitäten um 5 Mio CHF tiefer aus. Dieser Trend werde sich im laufenden Jahr fortsetzen und den Nachteil akzentuieren, dass PostFinance nicht selbständig Kredite und Hypotheken vergeben kann, betonte das Unternehmen. Im Handelsergebnis resultierte ein um 15 Mio CHF tieferer Erfolg gegenüber dem Rekordquartal vom Vorjahr, als die Aufhebung des Euro-Mindestkurs zu hohen Umsätzen im Devisengeschäft geführt hatte. Erfreulich entwickelte sich das Dienstleistungsgeschäft (+24 Mio CHF).

Der Neugeldzufluss belief sich auf 1,6 Mrd CHF. Damit lagen die Giroguthaben von PostFinance bei der Schweizerischen Nationalbank weiterhin über der Freigrenze. (awp/mc/ps)

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