Post steigert im ersten Quartal Umsatz und Gewinn

Roberto Cirillo
Roberto Cirillo, Konzernleiter der Schweizerischen Post. (Foto: Post)

Bern – Die Post hat ihren Konzerngewinn im ersten Quartal 2022 um 68 auf 159 Millionen Franken gesteigert. Das Betriebsergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) lag mit 145 Millionen Franken um 64 Millionen Franken über dem Vorjahreswert.

Der Umsatz lag bei 1749 Millionen Franken – das sind 58 Millionen Franken mehr als vor Jahresfrist.

«Die Post ist mit dem ersten Quartal gut ins Jahr gestartet, wir sind finanziell und strategisch auf Kurs», wird Post-Finanzchef Alex Glanzmann in einer Mitteilung vom Mittwoch zitiert. Zum erfreulichen Start habe überwiegend Postfinance beigetragen, heisst es darin weiter.

Der Zinsertrag auf Finanzanlagen habe sich marktbedingt zwar weiterhin rückläufig entwickelt, habe aber durch verstärkte Aktivitäten im Interbankengeldmarkt und höhere Guthabengebühren kompensiert werden können. Dadurch sei der Zinsertrag insgesamt höher ausgefallen als im Vorjahr. Bei den Kommissionen und Dienstleistungen verzeichnete Postfinance demnach ebenfalls einen grösseren Erfolg.

Paketmarkt wächst – aber wieder langsamer
Im Briefgeschäft gingen die Mengen bei den adressierten Briefen mit 471,8 Millionen Stück um 1,8 Prozent zurück. Die Paketmenge nahm mit 9,6 Prozent deutlich ab, die Post verarbeitete im ersten Quartal 47,2 Millionen Pakete. In der gleichen Zeitspanne 2021, als der Lockdown-Effekt für sehr hohe Volumen im Onlinehandel sorgte, war eine Zunahme von 34,2 Prozent verzeichnet worden.

Mit einem Ergebnis von 109 Millionen Franken leistete der Bereich Logistik-Services den grössten Beitrag an das positive Konzernergebnis. Im Vergleich zur Vorjahresperiode fiel es aber um 11 Millionen Franken tiefer aus. Postnetz konnte das Ergebnis trotz des weiterhin rückläufigen Schaltergeschäfts stabil halten, Mobilitäts-Services steigerte das Ergebnis um 5 Millionen Franken.

Bei Postauto setzte eine deutliche Erholung der Nachfrage ein. Diese erhöhte sich auf 33,7 Millionen Fahrgäste, ein Plus von 18 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. (awp/mc/pg)

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