Produzenten- und Importpreisindex im Oktober leicht gesunken

Benzinpreis

Preisrückgänge gegenüber dem Vormonat registrierte man u.a. für Mineralölprodukte.

Der vom Bundesamt für Statistik (BFS) berechnete Gesamtindex der Produzenten- und Importpreise ist im Oktober 2012 gegenüber dem Vormonat leicht um 0,1 Prozent gesunken und erreicht den Stand von 98,6 Punkten (Basis Dezember 2010 = 100). Verantwortlich dafür waren die um 0,3 Prozent tieferen Importpreise, wobei insbesondere die Preisrückgänge für Erdöl und Erdölprodukte sowie für Geräte der Unterhaltungselektronik und Automobile ins Gewicht fielen. Der Produzentenpreisindex hingegen blieb gegenüber dem Vormonat insgesamt stabil. Innert Jahresfrist erhöhte sich das Preisniveau des Gesamtangebots von Inland- und Importprodukten um 0,4 Prozent.

Der Produzentenpreisindex blieb im Oktober 2012 gegenüber dem Vormonat unverändert. Sein Stand beträgt 98,8 Punkte (Basis Dezember 2010 = 100). Im Vergleich zum Vorjahr lag das Preisniveau um 0,5 Prozent höher. Der Index zeigt die Preisentwicklung der im Inland hergestellten Produkte. Dabei werden für die im Inland abgesetzten Produkte die Ab-Werk-Preise und für die Exporte die Preise an der Grenze («free on board: fob») erfasst. In den Preisen sind Mehrwert- und Verbrauchssteuern nicht enthalten.

Was im Oktober billiger und was teurer wurde
Preisrückgänge gegenüber dem Vormonat registrierte man für Mineralölprodukte, Gusserzeugnisse, Geräte und Einrichtungen der Telekommunikationstechnik, Uhren, orthopädische und prothetische Produkte, Elektrizität und Schrott. Höhere Preise verzeichneten dagegen Frischgemüse, Schlachtschweine, Fleisch, Futtermittel und Tabakprodukte. Teurer wurden auch Mess- und Kontrollinstrumente, Elektrizitätsverteilungs- und Schalteinrichtungen, sonstige elektrische Ausrüstungen und Geräte, sonstige nicht wirtschaftszweigspezifische Maschinen und Werkzeugmaschinen.

Für das verarbeitende Gewerbe und die Industrie sanken die Preise beim Inlandabsatz gegenüber dem Vormonat um 0,1 Prozent, während die Exportpreise insgesamt stabil blieben. Gegenüber dem Vorjahr lag das Preisniveau für den Inlandabsatz um 0,2 Prozent höher, während bei den Exportpreisen ein Anstieg um 0,9 Prozent zu verzeichnen war.

Rückgang der Importpreise
Der vom Bundesamt für Statistik berechnete Importpreisindex sank im Oktober 2012 gegenüber dem Vormonat um 0,3 Prozent. Sein Stand liegt bei 98,0 Punkten (Basis Dezember 2010 = 100). Im Jahresvergleich stellte man einen Anstieg um 0,3 Prozent fest. Der Importpreisindex zeigt die Entwicklung der Importpreise ohne Mehrwert- und Verbrauchssteuern sowie ohne Zoll.

Tiefere Preise gegenüber dem Vormonat beobachtete man insbesondere bei Erdöl (roh), Mineralölprodukten (Treibstoff, Heizöl, Reinbitumen), Geräten der Unterhaltungselektronik und Automobilen. Dasselbe gilt für Getreide, Gemüse, Kartoffeln, Roheisen und Stahl, Computer und Peripheriegeräte, optische und fotografische Instrumente und Geräte, Hebezeuge und Fördermittel sowie Maschinen für sonstige bestimmte Wirtschaftszweige. Preiserhöhungen zeigten demgegenüber Nichteisen-Metalle und daraus hergestellte Produkte, Schneidwaren und Werkzeuge, Kabel und elektrisches Installationsmaterial, elektrische Lampen und Leuchten, nicht wirtschaftszweigspezifische Maschinen und Werkzeugmaschinen. (BFS/mc/pg)

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