PSP steigert Ertrag und Gewinn im ersten Quartal

Luciano Gabriel
Luciano Gabriel, CEO PSP Swiss Property, soll das Verwaltungsratspräsidium übernehmen. (Foto: PSP)

Luciano Gabriel, CEO PSP Swiss Property. (Foto: PSP)

Zug – Das Immobilienunternehmen PSP Swiss Property hat im ersten Quartal 2016 deutlich mehr verdient als im Vorjahr. Hauptgründe für die Gewinnsteigerungen waren ein höherer Liegenschaftsertrag sowie der Erfolg aus dem Verkauf von 38 Eigentumswohnungen im Projekt «Salmenpark», wie PSP am Dienstag mitteilte. Die bisherigen Ziele für das Gesamtjahr werden bestätigt.

Der Liegenschaftsertrag nahm in den ersten drei Monaten 2016 um 1,8% auf 69,4 Mio CHF zu. Der Erfolg aus dem Verkauf der 38 Eigentumswohnungen belief sich auf 8,7 Mio – im Vorjahr hatte sich kein entsprechender Erfolg ergeben. Der Betriebsgewinn auf Stufe EBITDA kam unter Ausklammerung der Liegenschaftserfolge mit knapp 65,0 Mio um 17% über dem Vorjahr zu liegen und die entsprechende Marge stieg auf 82,7% von 81,1%.

Erwartungen übertroffen
Unter dem Strich resultierte ein um 23% höherer Reingewinn ohne Liegenschaftserfolge von 46,9 Mio. Im ersten Quartal 2016 erfolgten keine Neubewertungen und keine Verkäufe von Anlageliegenschaften.

Die Leerstandsquote betrug per Ende März des laufenden Jahres 8,7%, nach 8,5% per Ende 2015. Davon seien 0,6 Prozentpunkte auf laufende Sanierungsarbeiten an diversen Liegenschaften zurückzuführen, heisst es weiter.

Das Eigenkapital betrug per Ende März 3,91 Mrd nach 3,87 Mrd per Ende 2015. Die Eigenkapitalquote verbesserte sich auf 57,3% von 57,0%. Damit weise PSP eine starke Eigenkapitalbasis auf, heisst es weiter. Das zinspflichtige Fremdkapital betrug 1,94 Mrd oder 28,5% der Bilanzsumme (Ende 2015: 1,97 Mrd bzw. 29,0%).

Bis 2019 würden keine grösseren zugesicherten Bankkredite fällig, heisst es weiter. Aktuell verfügt das Immobilienunternehmen über ungenutzte zugesicherte Kreditlinien von 650 Mio.

Mit den vorgelegten Zahlen hat PSP die Erwartungen der Analysten übertroffen.

Projekte kommen planmässig voran
Die Fertigstellung und Übergabe der Wohnungen beim «Salmenpark» in Rheinfelden schreitet gemäss Mitteilung planmässig voran. In der Berichtsperiode seien 38 der insgesamt 113 Eigentumswohnungen an die Käufer übertragen worden. Das Salmen-Center (Detailhandelsflächen sowie Alters- und Pflegeheim) sei fertiggestellt und per Ende März 2016 ins Anlageportfolio umklassifiziert worden. Die erste Bauetappe mit einer Investitionssumme von rund 180 Mio werde noch bis Ende 2016 dauern. Die Baueingabe für die zweite Etappe mit einer Investitionssumme von rund 70 Mio CHF erfolgte Ende 2015.

Für das Areal «Paradiso» in Lugano wurde im April 2016 die Baufreigabe erteilt. Die geplante Investitionssumme beträgt rund 65 Mio CHF, so PSP.

Zum Ausblick heisst es, die Investitionsnachfrage nach hochwertigen Geschäftsliegenschaften an Spitzenlagen sei weiterhin hoch. Der Akquisitionsmarkt sei aber hart umkämpft. Punktuell herrsche bei den Büroflächen ein strukturelles Überangebot, schreibt PSP.

Vor diesem Hintergrund bestätigt das Management die bisherige Guidance für das Gesamtjahr 2016. Danach wird ein EBITDA (ohne Liegenschaftserfolge) von rund 240 Mio (VJ 233 Mio) in Aussicht gestellt – insbesondere wegen höherer Erträge aus dem Verkauf von Eigentumswohnungen. Bei den Leerständen wird mit einer Quote von rund 11% per Ende Jahr (VJ 8,5%) gerechnet. (awp/mc/upd/ps)

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