Richemont: IWC Schaffhausen baut aus

Johann Rupert

Richemont-CEO Johann Rupert.

Schaffhausen – Die Uhrenmanufaktur IWC Schaffhausen will bis 2013 neue Büroräume und ein neues Produktionsgebäude erstellen. Wie die Stadt Schaffhausen am Freitag mitteilte, will die IWC den 3. Stock in der benachbarten ehemaligen Kammgarnfabrik kaufen und 20’000 Quadratmeter Land im Merishausertal im Baurecht übernehmen.

Die IWC besitzt bereits heute den 4. Stock der Kammgarnfabrik und will nun den 3. Stock für knapp 2,9 Mio CHF dazu kaufen. In diesen Räumen sollen neue Büros entstehen. Zudem will die IWC für 994’000 CHF das Grundstück kaufen, auf dem sie 2005 den Westflügel ihrer Fabrik gebaut hat.

20’000 Quadratmeter Land im Baurecht
Bisher zahlt sie dafür noch Baurechtszins. Im Baurecht – mit der Möglichkeit sie später zu kaufen – will die IWC 20’000 Quadratmeter Land im Merishausertal übernehmen. Dort soll ein neues Produktionsgebäude entstehen. Dafür wird die IWC laut stadträtlicher Botschaft knapp 116’000 CHF Baurechtszins zahlen. Die IWC wird nach eigenen Angaben vom Freitag für die Bauvorhaben in den nächsten vier Jahren rund 25 Mio CHF investieren. Die Uhrenmanufaktur beschäftigt derzeit in Schaffhausen rund 700 Angestellte – 40 davon sind Lehrlinge. In den vergangenen Jahren wuchs die Zahl der Arbeitsplätze jeweils um 50 bis 80 jährlich.

Entscheid an der Urne
Wenn die IWC den 3. Stock der Kammgarn übernimmt, muss das Museum zu Allerheiligen sein Museumslager räumen. Für diese Kulturgüter soll im Ebnatfeld für knapp 2,7 Mio CHF ein neues Lager gebaut werden. In diesem Neubau soll auch ein neues städtisches Rechenzentrum Platz finden. Insgesamt veranschlagt die Stadt für den Neubau und den Umzug des Museumslagers rund 4,8 Mio CHF. Die Umzugskosten übernimmt zur Hälfte die IWC. Sowohl über die Verkäufe als auch über die Abgabe im Baurecht und die städtischen Neubauten werden die Stimmberechtigten entscheiden müssen. (awp/mc/ps)

Richemont

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