Ringier und Tamedia planen Übernahme von jobs.ch

Mark Sandmeier

Jobs.ch CEO Mark Sandmeier.

Zürich – Das Medienhaus Ringier und die Mediengruppe Tamedia planen gemeinsam die Übernahme der jobs.ch Holding AG. Sie betreibt unter anderem die im Schweizer Markt reichweitenstarke Stellenplattform jobs.ch sowie den Schweizer Online-Kadermarkt topjobs.ch und hält eine Beteiligung von 49 Prozent am österreichischen Online-Stellenmarkt karriere.at. Die US-Beteiligungsgesellschaft Tiger Global Management hatte 2007 die Mehrheit an jobs.ch von den Gründern übernommen und das Unternehmen seither erfolgreich weiterentwickelt.

Durch die Kooperation von Ringier und Tamedia kommt die jobs.ch Holding AG zurück in Schweizer Hände. Gemeinsam wollen die beiden Medienunternehmen die Stellenplattformen im zunehmend internationalen Wettbewerb weiter ausbauen und sprachübergreifende Lösungen für Stellensuchende und Firmenkunden entwickeln. Ringier und Tamedia werden jeweils 50 Prozent an der jobs.ch Holding AG halten. Tamedia wird zudem ihre Online-Stellenmarkttochter Jobup AG in die Partnerschaft einbringen. Die Jobup AG betreibt mit jobup.ch eines der führenden Stellenportale in der Romandie sowie die Stellenplattformen jobwinner.ch und alpha.ch.

Enterprise Value bei 390 Millionen CHF
Die jobs.ch Holding AG blickt auf eine über 10-jährige Geschichte und erfolgreiche Entwicklung vom Start-up zum innovativen und erfolgreichen Online-Unternehmen im Schweizer Stellenmarkt zurück. 2011 erwirtschaftete die jobs.ch Holding AG einen Nettoumsatz von 45.9 Mio. CHF und auf Stufe EBIT ein Ergebnis von 20.2 Mio. CHF. Der für den Kauf massgebende Enterprise Value von 100 Prozent des Aktienkapitals der jobs.ch Holding AG liegt bei 390 Mio. CHF. Die von Tamedia in die Partnerschaft einzubringende Jobup AG wird mit 120 Mio. CHF bewertet. Zudem haben die beiden Partner Kauf- und Verkaufsoptionen vereinbart, die Ringier eine Quotenkonsolidierung nach Swiss GAAP FER und Tamedia eine Konsolidierung nach IFRS ermöglichen. Die jobs.ch Holding AG soll nach der Übernahme vom bisherigen Management unter der Führung von CEO Mark Sandmeier weitergeführt werden. Die Transaktion steht unter Vorbehalt der Zustimmung durch die Eidgenössische Wettbewerbskommission und die österreichische Bundeswettbewerbsbehörde. (Tamedia/mc/hfu)

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