Santhera schliesst 2018 mit höherem Umsatz, aber erneut hohem Verlust ab

Thomas Meier
Thomas Meier, CEO Santhera. (Foto: zvg/mc)

Liestal – Das Spezialitätenpharma-Unternehmen Santhera hat dank eines steigenden Absatzes mit seinem Mittel Raxone im Geschäftsjahr 2018 ein deutliches Umsatzplus erzielt. Dabei kamen die Erlöse am oberen Rand der selbst gesteckten Spanne zu liegen. Für 2019 stellt das Unternehmen weiteres Umsatzwachstum in Aussicht.

Konkret stieg der Umsatz mit dem bereits zugelassenen Mittels Raxone zur Behandlung Leber hereditärer Optikusneuropathie (LHON) um 38 Prozent auf 31,7 Millionen Franken. Dies sei einer höheren Marktdurchdringung zu verdanken gewesen, teilte Santhera am Montag mit. Zuvor war ein Umsatz zwischen 30 und 32 Millionen Franken in Aussicht gestellt worden.

Die Markteinführung von Raxone in der zugelassenen Indikation schreitet den Angaben zufolge wie geplant voran, und für 2019 wird die Lancierung und Erstattung in weiteren Ländern erwartet.

Höhere Forschungsausgaben
Derweil spiegele die Ergebnisentwicklung 2018 die höheren Investitionen in die klinische Entwicklung und Zulassungsanträge wider. Die Entwicklungskosten sind demnach um über 40 Prozent auf 38,2 Millionen Franken gestiegen. Santhera erklärt den Anstieg mit den zusätzlichen Kosten zur Vorbereitung des europäischen Zulassungsantrags für Puldysa zur Behandlung von DMD (Duchenne-Muskeldystrophie) sowie den laufenden klinischen Studien. Dagegen lagen die Marketing- und Vertriebskosten und der allgemeine Verwaltungsaufwand in etwa auf Vorjahresniveau.

Der Gesamtaufwand stieg damit um 13 Prozent auf 78,7 Millionen. Dies habe zu einem operativen Verlust von 51,4 Millionen Franken geführt nach einem Minus von 50,5 Millionen im Jahr zuvor.

Liquide Mittel
Pere Ende 2018 verfügte Santhera über liquide Mittel in Höhe von knapp 22,0 Millionen Franken. Im April 2019 hat Santhera eine syndizierte Kreditlinie aufgenommen, die unter bestimmten Bedingungen über einen Zeitraum von neun Monaten bis zu 15,0 Millionen zur Verfügung stellen wird. Darüber hinaus hat Santhera alle noch verbliebenen 500’000 Namenaktien aus ihrem bestehenden genehmigten Aktienkapital im Rahmen einer Privatplatzierung ausgegeben und einen Bruttoerlös von insgesamt 7,1 Millionen erzielt. Insgesamt stehen dem Unternehmen aus diesen kurzfristigen Finanzierungsinitiativen neue liquide Mittel von bis zu 22,1 Millionen zur Verfügung.

Wie das Unternehmen weiter mitteilt, erwägt es verschiedene Optionen, darunter eine Kapitalerhöhung und/oder die Monetarisierung bestimmter Vermögenswerte, um die operativen Geschäftstätigkeiten bis zum Erreichen der für 2020 erwarteten wichtigen Unternehmensmeilensteine zu finanzieren.

Für das laufende Jahr stellt Santhera auf Basis des ersten Quartals ein Umsatzwachstum auf 35 bis 37 Millionen Franken in Aussicht. Dieses Wachstum werde ausschliesslich durch den Nettoumsatz mit Raxone in der derzeit zugelassenen Indikation LHON erreicht. (awp/mc/ps)

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