Schaffner: Weniger Umsatz und halbierter Reingewinn

Alexander Hagemann
Alexander Hagemann wird neuer CEO bei Cicor. (Foto: Schaffner)

Schaffner-CEO Alexander Hagemann.

Luterbach – Der Komponentenhersteller Schaffner hat im Geschäftsjahr 2014/15 (per 30.9.) einen Rückgang des Reingewinns um rund die Hälfte auf 6,3 Mio CHF verzeichnet. Die Dividende soll dennoch unverändert auf 6,50 CHF zu liegen kommen und als steuerfreie Kapitalrückzahlung ausbezahlt werden, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilt.

Bereits im Oktober hatte das Unternehmen anlässlich einer Gewinnwarnung bekanntgegeben, dass die EBIT-Marge auf 4,4% zu liegen komme und damit unter der ursprünglichen Guidance des Managements von 5,0%. Nun weist Schaffner für das abgelaufene Geschäftsjahr einen Rückgang des EBIT um gut 40% auf 8,8 Mio CHF aus, entsprechend der angekündigten EBIT-Marge von 4,4%.

Strategieüberprüfung und Neuorganisation verursachen Zusatzkosten
Der EBIT war von Sonderkosten über rund 2 Mio CHF belastet, welche wegen einer Strategieüberprüfung, insbesondere der Analyse verschiedener Varianten für die Division Automotive anfielen. Aber auch die Neuorganisation der Division Power Magnetics, namentlich die Zusammenlegung der zwei Produktionswerke in Nordamerika, verursachte Zusatzkosten sowie erste Massnahmen der Strategie 2020.

Umsatzeinbusse von 6 %
Ebenfalls bereits bekannt war der der Umsatz, welcher laut Schaffner «marktbedingt» um 6% auf 201,8 Mio zurückgefallen war. In Lokalwährungen ergab sich ein Minus von 2,8%. Der Auftragseingang sank um gut 9% auf 196,2 Mio, die Book-to-Bill-Ratio lag entsprechend per Ende Jahr bei 0,97.

Neben dem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld seien für den Umsatzrückgang hauptsächlich der Einbruch der Binnennachfrage aus der chinesischen Solarwechselrichterindustrie, die Sistierung eines Grossauftrags eines westeuropäischen Kunden für den russischen Bahnmarkt sowie Währungseffekte verantwortlich.

Weiterhin schwieriges globales Umfeld
Im Ausblick heisst es, dass das globale Marktumfeld weiterhin schwierig und kaum prognostizierbar sei, dass aber die Strategie 2020 «mit hoher Intensität» umgesetzt werden soll. Entsprechend wird das Ziel bestätigt, bis zum Geschäftsjahr 2019/20 einen Umsatz von 400 Mio CHF zu erreichen, entsprechend einem organischen Umsatzwachstum von «über die Zyklen» jährlich über 5%, welche akquisitorisch noch erhöht werden soll. Die EBITA-Marge soll mittelfristig regelmässig über 8% liegen. (awp/mc/pg)

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