Schindler mit Umsatzplus im 1. Quartal

Thomas Oetterli
Schindler-CEO Thomas Oetterli. (Foto: Schindler)

Schindler-CEO Thomas Oetterli. (Foto: Schindler)

Ebikon – Der Lift- und Rolltreppenhersteller Schindler hat im ersten Quartal 2016 einen leicht höheren Umsatz erzielt und die Profitabilität deutlich gesteigert. Mit Blick in die Zukunft rechnet das Unternehmen zwar mit schwächeren Märkten in China und Lateinamerika, bestätigt aber dennoch die bisherigen Umsatzziele. Die Schindler-PS geben stärker ab als der Gesamtmarkt.

2015 verbesserte sich der Umsatz gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 1,8% auf 2,18 Mrd CHF, wie der Konzern am Donnerstag mitteilt. Ohne Wechselkurseffekte hätte ein Plus von 3,3% resultiert. Der Bestellungseingang wuchs um 1,0% auf 2,47 Mrd, in Lokalwährungen betrug das Plus hier 2,0%.

Der Betriebsgewinn und das Reinergebnis entwickelten sich besser als der Umsatz. Der EBIT nahm um 5,9% auf 235 Mio CHF zu (+9,5% in LW), und die entsprechende Marge stieg auf 10,8 von 10,4%. Beim Konzerngewinn verbesserte sich Schindler um 8,3% auf 182 Mio CHF.

Wachstum am unteren Ende der Ziel-Bandbreite
«Wir sind mit der Leistung zufrieden», sagte Schindler-CEO Thomas Oetterli an einer Telefonkonferenz. Der Unternehmens-Chef sieht insbesondere vier Ziele erreicht: «Wir haben ein Wachstum über dem Markt gesehen und eine Stärkung in wichtigen Kernmärkten erreicht. Zudem haben wir die Profitabilität verbessert und den Nettogewinn gesteigert».

Die Umsatzsteigerung um 3,3% in Lokalwährungen liegt am unteren Ende der anvisierten Spanne von 3 bis 7% für das Gesamtjahr. Dies führt der Finanzchef Erich Ammann auf den langsamer als erwarteten Abbau des Orderbestandes und den frühen Ostertermin zurück.

Höherer Auftragsbestand
Der Auftragsbestand betrug Ende März 9,63 Mrd CHF, ein Plus von 2,8% (+4,9% in LW) gegenüber Ende 2015. Der Auftragseingang konnte auch gemessen an den Stückzahlen gesteigert werden und hat einen höheren Anteil an Grossprojekten beinhaltet, wie es von Schindler weiter heisst. Das stärkste Wachstum hätten Europa, gefolgt von Nordamerika erzielt. China und Lateinamerika entwickelten sich dagegen rückläufig.

Beim Umsatz wiesen Amerika, gefolgt von Asien-Pazifik und Europa, das stärkste Wachstum aus. Die negativen Währungseinflüsse werden auf 32 Mio CHF beziffert und seien in erster Linie auf den schwächeren brasilianischen Real zurückzuführen, so das Unternehmen.

Auf der Ergebnisseite werden Effizienzsteigerungen, höhere Skaleneffekte, Preisanpassungen und Kostenoptimierung als Faktoren für die höhere Profitabilität genannt. Die Zahlen würden die eingeschlagene Strategie bestätigen und das Management will sowohl die Wachstumsstrategie als auch die Massnahmen zur Verbesserung der Profitabilität fortsetzen.

«Wir sind in China gewachsen und haben unsere Marktposition gestärkt», sagte CFO Ammann. Das Plus bezifferte er als «im niedrigen einstelligen Prozentbereich». Der Marktrückgang in China insgesamt habe im ersten Quartal 5 bis 6% betragen und sei in nachrangigen Städten deutlicher ausgefallen als in den grössten Ballungszentren.

Weiter Umsatzwachstum 2016 von 3 bis 7 % (in LW) erwartet
Für das gesamte laufende Jahr erwartet Schindler gemäss der Mitteilung nach wie vor ein Umsatzwachstum von 3% bis 7% in Lokalwährungen. Eine Guidance für den Konzerngewinn will Schindler wie üblich erst mit der Publikation der Halbjahreszahlen abgeben.

Der Aufzugs- und Fahrtreppenmarkt werde 2016 leicht rückläufig sein. Dies sei vor allem auf die sich abschwächenden Märkte in China und Lateinamerika zurückzuführen, heisst es weiter. Mit Ausnahme von China dürften die Märkte Asien-Pazifiks sowie in Europa moderat wachsen, so die Erwartung. In Nordamerika rechnet Schindler mit gutem Wachstum. In zahlreichen Märkten sei zudem mit anhaltendem Preisdruck zu rechnen.

Bis auf den Reingewinn lagen die Zahlen leicht unter dem Konsens. Die Analysten werten die Zahlen als solide. Auch sei die Margenerholung sei fortgesetzt worden, heisst es. Der Abschwung in China wird allerdings als Abwärtsrisiko gesehen. Die Schindler Partizipationsscheine lagen zum Handelsschluss mit -1,3% auf 176,50 CHF deutlich unter dem Marktdurchschnitt (SMI: +0,03%). (awp/mc/pg)

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