Schlatter mit zweistelligem Umsatzwachstum im Semester

Werner Schmidli
Werner Schmidli, CEO Schlatter Group. (Foto: zvg)

Schlieren – Das Industrieunternehmen Schlatter hat im ersten Halbjahr 2018 vom starken Wirtschaftsumfeld profitiert und dabei den Umsatz und den Gewinn kräftig gesteigert. Gut lief es im Markt für Gitterschweissanlagen, und auch das volumenträchtigere Geschäft mit Armierungs-Schweissanlagen hat deutlich zugelegt, wie der Hersteller von Schweissanlagen und Komponenten für die Drahtindustrie, den Gleisbau und die Kunststoff- und Papierindustrie am Dienstag mitteilte. So sei die Auslastung gut gewesen.

Die wichtigsten Kennzahlen hatte Schlatter bereis Mitte Juli publiziert, sie werden mit der heutigen Mitteilung bestätigt. Demnach kletterte der Nettoumsatz um 13 Prozent auf 53,7 Millionen Franken und der Auftragseingang um über 20 Prozent auf 59,4 Millionen. Der Betriebsgewinn (EBIT) nahm auf tiefem Niveau gar um 60 Prozent auf 1,6 Millionen zu und der Reingewinn um knapp 40 Prozent auf 1,8 Millionen Franken.

Das grössere Segment Schweissen wuchs dabei stärker als das Segment Weben. Beim Schweissen erhöhte sich der Umsatz um 5 Prozent auf 42,4 Millionen Franken, während der Auftragsbestand per Mitte Jahr praktisch auf dem gleichen Niveau lag.

Die Profitabilität war hier aber etwas eingeschränkt, denn die Fertigstellung neuer Anlagenkonzepte zur Herstellung von Armierungsgittern hat zu «bedeutenden» Mehrkosten geführt. Die neue Generation der Hochleistungsanlagen sei nun aber ausgereift. Sie werde im zweiten Semester einen technisch stabilen Zustand erreichen, womit sich die Marge auf den künftigen Umsätzen wieder erhöhen dürfte.

Im Bereich des stationären Schienen-Schweissens geht Schlatter künftig von einem stabilen Markt ohne Wachstum aus, wogegen im mobilen Schienen-Schweissen ein neuer Partner gefunden wurde. Hier erhofft sich das Unternehmen Umsätze aus dem Verkauf günstigerer Fahrzeuglösungen.

Segment Weben legt um über 50 Prozent zu
Das kleinere Segment Weben erreichte ein Plus beim Umsatz von über 50 Prozent auf 11,3 Millionen Franken, der Auftragsbestand per Mitte Jahr lag bei 6,3 Millionen. Das Segment ist gleichzeitig in die Gewinnzone zurückgekehrt. Trotz eines geringeren Bestellungseingang seien die Erwartungen für das Gesamtjahr positiv.

Entsprechen zuversichtlich schaut das Unternehmen nach vorne und bestätigt den Ausblick vom Juli auf das Gesamtjahr. Das Unternehmen sieht sich für den Rest des Jahres gut aufgestellt und geht davon aus, dass ein höheres Ergebnis als 2017 resultieren wird. Damals lag der Reingewinn bei 2,9 Millionen Franken.

Die Verkaufsoffensive im Vertrieb wie beispielsweise der Aufbau zusätzlicher Verkaufsressourcen in den Schwellenländern oder die Eröffnung eines Verkaufs- und Servicestützpunkts in China zeigten positive Wirkungen, und auch das Massnahmenpaket zur Steigerung des Servicegeschäfts werde planmässig umgesetzt. (awp/mc/ps)

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