Schweiz legt Freihandels-Gespräche mit Russland auf Eis

Johann Schneider-Ammann
Bundesrat Johann Schneider-Ammann, Vorsteher WBF. (Foto: admin.ch)

Bundesrat Johann Schneider-Ammann, Vorsteher WBF. (Foto: admin.ch)

Bern – Der Bundesrat hat aus Protest gegen das Vorgehen Russlands auf der Krim erste konkrete Massnahmen angekündigt: Wie Wirtschaftsminister Johann Schneider-Ammann gegenüber Radio SRF erklärte, unterbricht die Schweiz die Verhandlungen mit Russland für ein Freihandelsabkommen. Die vier Partnerländer der Europäischen Freihandelsassoziation EFTA – neben der Schweiz Norwegen, Island und Liechtenstein – fällten den Entschluss gemeinsam.

Nach den Worten von Schneider-Ammann ist es das erste «formellere Zeichen» der Schweiz nach den Aktionen Russland auf der Krim. Es sei ein Zeichen, dass die Schweiz über die Entwicklungen besorgt sei. «In dieser unsicheren Situation kann es natürlich nicht sein, dass wir so tun, als wäre nichts geschehen», sagte Schneider-Ammann. Freihandelsverträge seien wichtig, und ebenso der russische und der EFTA-Markt – «aber nicht um jeden Preis». (mc/pg)

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