Schweizer Konsumentenstimmung klettert über Vorkrisenniveau

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Einkaufsläden für Güter des nicht täglichen Bedarfs dürfen ab 1. März wieder öffnen. (Foto: Pixabay)

Bern – Die Stimmung der Schweizer Konsumenten hat sich im Juli gegenüber dem Vorquartal deutlich aufgehellt. Vor allem die Erwartungen für die allgemeine Wirtschaftsentwicklung fallen positiver aus. Sorgen bereitet den Konsumenten indes die Preisentwicklung.

Der Index der Konsumentenstimmung, der vierteljährlich erhoben wird, notierte im Juli bei 7,8 Punkten und damit klar höher als im April (-6,5). Damit ist der Index über das Niveau vor Ausbruch der Corona-Krise gestiegen.

Zudem liegt er deutlich über seinem langjährigen Mittelwert von -5 Punkten und so hoch wie seit Juli 2010 nicht mehr, wie das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) am Dienstag mitteilte. Insbesondere die Erwartungen für die allgemeine Wirtschaftsentwicklung hätten zur deutlichen Aufhellung der Stimmung beigetragen.

Höchster Wert seit Beginn der Erhebung 1972
Der entsprechende Teilindex kletterte auf 48 Punkte von zuvor +5,2 Punkten im April. Das ist laut Seco der höchste Wert seit Beginn der Erhebung 1972. Entsprechend haben sich auch die Erwartungen für den Arbeitsmarkt aufgehellt. Der Index zur erwarteten Arbeitslosigkeit (29 Punkte) sei leicht unter das Vorkrisenniveau gesunken, heisst es weiter.

Die positive Konjunkturentwicklung dürfte den Angaben zufolge auch den Haushalten zugutekommen: Der Teilindex zur erwarteten finanziellen Lage (3 Punkte) notiert erstmals seit gut sechs Jahren wieder über dem langfristigen Mittel.

Im Zuge anziehender Inflationsraten werden indes sowohl die vergangene als auch die künftige Preisentwicklung deutlich höher eingeschätzt. Dementsprechend bleibt auch die Konsumneigung verhalten. Die Frage, ob aktuell ein guter Zeitpunkt für grössere Anschaffungen sei, wurde gemäss Seco im Juli nur leicht optimistischer beantwortet als drei Monate zuvor.

Das Seco führt die Befragungen jeweils in den Monaten Januar, April, Juli und Oktober durch. An der aktuellen Befragung haben insgesamt 1268 Personen teilgenommen, wie das Seco weiter mitteilte. (awp/mc/ps)

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