Siegfried erhöht Dividende für 2019

Wolfgang Wienand
Siegfried-CEO Wolfgang Wienand. (Foto: Siegfried)

Zofingen – Der Pharmazulieferer Siegfried hat im Geschäftsjahr 2019 zwar mehr umgesetzt, unter dem Strich aber etwas weniger verdient. Die Dividende wird dennoch erhöht.

Die Verkäufe nahmen um 4,9 Prozent auf 833,5 Millionen Franken zu, wie die Gesellschaft am Mittwoch mitteilte. Der erstarkte Schweizer Franken schmerzte Siegfried etwas: In Lokalwährung gerechnet hätte ein Plus von 6,9 Prozent resultiert.

Unter dem Strich verdiente Siegfried 53,1 Millionen Franken, das sind 5,6 Prozent weniger als im Vorjahr. Dennoch wird die Dividende um 20 Rappen auf 2,80 Franken je Aktie angehoben. Mit diesen Zahlen wurden die Erwartungen der Analysten nicht ganz erreicht.

Kern-Ergebnisse
Besser sieht es aus, wenn man auf die von Siegfried hervorgehobenen «Kern-Ergebnisse» abstellt. Diese schliessen laut dem Geschäftsbericht aussergewöhnliche Aufwendungen und Erträge aus. Insbesondere die Aufwendungen für die Verzinsung der Pensionsverbindlichkeiten werden hier ausgeklammert.

Der Betriebsgewinn «Core-EBITDA» kletterte nach diesen Angaben um 11,3 Prozent auf 140,7 Millionen Franken, die entsprechende Marge wurde um einen Prozentpunkt auf 16,9 Prozent verbessert. Der «Core-Reingewinn» stieg gar um 18,5 Prozent auf 65,7 Millionen.

Wachstum mit Wirksubstanzen
Besonders erfolgreich war das Unternehmen im Geschäft mit Wirksubstanzen und Zwischenprodukten. Dieses Geschäft trägt rund drei Viertel zum Umsatz bei und wuchs um 7,2 Prozent auf 638,6 Millionen Franken. Mit sogenannten Fertigformulierungen (Tabletten und sterile Abfüllungen) setzte Siegfried mit 194,9 Millionen Franken 2,0 Prozent weniger um. In Lokalwährungen wären es hier 0,5 Prozent mehr gewesen.

Für das Geschäftsjahr 2020 rechnet Siegfried mit einem Umsatzwachstum im unteren einstelligen Prozentbereich in Landeswährungen sowie einer leicht höheren Core-EBITDA-Marge. Das trotz unsicheren Makroumfelds durch die Ausbreitung des Corona-Virus, wie Siegfried betont.

Die mittelfristigen Erwartungen wurden bestätigt: Ein profitables Wachstum im Rahmen des Marktes, mit der Ambition, diese mit Hilfe von wertgenerierenden Akquisitionen zu übertreffen.

Siegfried teilt ferner mit, dass die Gruppe einen neuen Syndikatskredit unterzeichnet habe. Dieser biete bessere Konditionen und erhöhe den finanziellen Spielraum des Unternehmens. (awp/mc/pg)

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