SIG Combibloc nach 9 Monaten mit höherem Kernumsatz

Rolf Stangl
Rolf Stangl, CEO SIG Combibloc. (Foto: zvg)

Neuhausen – SIG Combibloc ist es in den ersten neun Monaten des Jahres 2018 gelungen, den Kernumsatz zu steigern. Dabei fiel das Resultat währungsbereinigt etwas besser aus als zu effektiven Wechselkursen. Der Getränkekartonhersteller war erst im September dieses Jahres an die Schweizer Börse SIX zurückgekehrt.

Konkret legte der Kernumsatz in den ersten neun Monaten 2018 um 4 Prozent auf 1,15 Milliarden Euro zu. Zu konstanten Wechselkursen betrug das Wachstum 7 Prozent. Der Kernumsatz umfasst das mit externen Kunden gemachte Geschäft und enthält weder die Verkäufe von beschichtetem Karton an das Joint-Venture im Mittleren Osten, noch Verkäufe von Verpackungskarton an Dritte.

Betrachtet man nur das dritte Quartal, so fiel das Wachstum des Kenrumsatzes mit einem bzw. vier Prozent etwas tiefer aus. Die Differenz zwischen tatsächlichem und dem währungsbereinigtem Anstieg war primär auf die Abwertung des brasilianischen Real gegenüber dem Euro zurückzuführen, teilte das Unternehmen am Dienstag mit.

Breit abgestützt
Insgesamt gelte, dass das Wachstum breit abgestützt war. Besonders hoch ausgefallen sei es jedoch in der Region Asien-Pazifik. Vor allem in China sei es gelungen, von Markttrends wie Urbanisierung und Convenience zu profitieren. Weiter beobachte man dort eine starke Nachfrage nach Produkten mit „stückigen“ Inhaltsstoffen (wie Cerealien und Fruchtstücken).

Das operative Ergebnis EBITDA legte in den ersten neun Monaten bereinigt um 5 Prozent auf 311 Millionen Euro zu. Die entsprechende Marge lag in den ersten neun Monaten bereinigt bei 26 Prozent nach 25 Prozent in der Vorjahresperiode. Das Umsatzwachstum habe die höheren Rohstoffkosten und die negativen Währungseinflüsse wettgemacht, hiess es dazu im Communiqué.

Im dritten Quartal resultierte beim bereinigten EBITDA allerdings ein Minus von 8 Prozent auf 113 Millionen. Somit lag die entsprechende Marge noch bei 28 Prozent nach 30 Prozent im dritten Quartal 2017.

Unter dem Strich erzielte das Unternehmen nach neun Monaten ein bereinigtes Nettoergebnis von 76 Millionen Euro. Pro Forma – also unter Berücksichtigung des zugeflossenen IPO-Erlöses – betrug der Wert 140 Millionen. Im dritten Quartal erzielte SIG Combibloc mit 27 Millionen derweil ein im Vergleich zum Vorjahr um 5 Prozent tieferes bereinigtes Nettoergebnis.

Schuldentilgung
SIG Combibloc war mit dem Börsengang vom 28. September dieses Jahres bereits die zehnte Firma, die 2018 den Schritt aufs Schweizer Börsenparkett wagte. Der Erlös aus dem Verkauf der neuen Aktien im Rahmen des Angebots wurde zur Schuldentilgung verwendet. Entsprechend betrug der Nettoverschuldungsgrad per Ende September auf Pro-forma-Basis noch das 3,2-fache des bereinigten EBITDA, gegenüber dem 5,4-fachen vor dem IPO.

Das Unternehmen plant, den Verschuldungsgrad mittelfristig auf das zweifache des EBITDA zu reduzieren und strebt eine Dividendenausschüttung in Höhe von 50 bis 60 Prozent des bereinigten Nettoergebnisses an.

Im Bezug auf das Gesamtjahr hält die Gruppe an ihrer bisherigen Prognose fest. So wird ein währungsbereinigtes Kernumsatzwachstum von 4 bis 6 Prozent erwartet. Die bereinigte EBITDA-Marge soll mindestens 28 Prozent betragen.

Firma war bereits früher an der Börse
Beim IPO der Schaffhauser im September hatte es sich korrekterweise um eine Rückkehr an die Börse gehandelt. Die Papiere der Firma waren nämlich zuletzt vor rund elf Jahren an der Schweizer Börse gehandelt worden, ehe der schwerreiche Neuseeländer Graeme Hart die Gruppe aufkaufte und sie von der Börse nahm.

Im November 2014 wechselte SIG den Besitzer erneut, die kanadische Investmentgesellschaft Onex schlug für 3,8 Milliarden Euro zu. Onex ist mit einer Beteiligung von über 50 Prozent auch nach dem Börsengang grösster Einzelaktionär. (awp/mc/ps)

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