SPS hält in ersten 9 Monaten Mietertrag stabil bei 305,8 Mio CHF

Markus Graf

SPS-CEO Markus Graf.

Zürich – Das Immobilienunternehmen Swiss Prime Site (SPS) hat in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2012 einen stabilen Mietertrag erwirtschaftet. Mit gesteigerten Detailhandelsumsätzen und Neubewertungen wurden die Ergebnisse auf Gewinnstufe vom Vorjahreszeitraum übertroffen. Die Gewinnprognosen für das Gesamtjahr hat das Unternehmen bestätigt und stellt zudem einen über dem Vorjahr liegenden Reingewinn in Aussicht.

So verharrte der Mietertrag mit 305,8 Mio CHF in etwa auf dem Vorjahresniveau, während der Detailhandelsumsatz um 4,6% auf 111,3 Mio CHF zulegte. Die Neubewertungen kamen bei 135,7 Mio CHF zu liegen, was gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum eine Zunahme um 48% entspricht, wie SPS am Mittwoch mitteilt.

Positiv entwickelten sich zudem die Ergebnisse auf Gewinnstufe. So legte der EBITDA um 10% auf 382,8 Mio CHF und der EBIT um 11% auf 370,8 Mio zu. Unter dem Strich verblieb ein Reingewinn von 221,6 Mio, was 16% über dem Vorjahreswert liegt. Allerdings zeigen sich unter Ausklammerung der Neubewertungen beim EBIT und Reingewinn rückläufige Zahlen: Der EBIT sank um 3,4% auf 235,1 Mio und ein Reingewinn um 2,1% auf 139,1 Mio.

Portfoliowert gesteigert
Der Wert des SPS-Immobilienportfolios stieg per Ende September auf 8,4 Mrd CHF gegenüber 8,2 Mrd im Vorjahr. Der Anstieg resultierte unter anderem aus Investitionen und Höherbewertungen durch Baufortschritte bei laufenden Projekten (+46,7 Mio CHF) und aus Renovierungen und Neubewertungen der Bestandesliegenschaften (+173,0 Mio), wogegen ein Verkauf den Wert etwas schmälerte (-8,5 Mio).

Die Ertragsausfallquote ist auf 5,3% von 4,8% gestiegen, was laut Mitteilung so erwartet worden war und hauptsächlich auf Leerstände in den Objekten Murifeld in Bern, Manessestrasse in Zürich sowie Stücki Business Park in Basel zurückzuführen sei.

Wincasa-Übernahme hat 109 Mio CHF gekostet
Mit den Geschäftszahlen teilte das Unternehmen zudem den Preis für den per Oktober übernommenen Immobiliendienstleister Wincasa mit: So hat SPS 109 Mio CHF dafür bezahlt. Als die Übernahme zusammen mit dem Halbjahresergebnis im September angekündigt wurde, hatte sich das SPS-Management zum Kaufpreis noch ausgeschwiegen.

Wie es damals hiess, stelle die Akquisition von Wincasa eine Diversifikation der Ertragsquellen dar. Von Analystenseite wurde auf das margenschwache Geschäft des in Winterthur domizilierten und schweizweit tätigen Immobiliendienstleisters verwiesen. SPS rechnet ab 2013 mit einem Gewinn bei Wincasa von über 10 Mio CHF, was auf Konzernstufe zu einem Gewinnbeitrag von jährlich mindestens 8 Mio CHF führen werde.

Reingewinn über Vorjahr erwartet
Für das Gesamtjahr 2012 stellt das Unternehmen einen Reingewinn in Aussicht, der das Vorjahresergebnis übertreffen dürfte. Zudem wurden die bisherigen Prognosen bestätigt. So ist mit einem Nettomietertrag von über 425 Mio CHF und einer Ertragsausfallquote von unter 5,5% zu rechnen.

Wie es weiter heisst, rechnet SPS für ihre Objekte und Projekte mit einer positiven Entwicklung, die von den Überangeboten in bestimmten Segmenten des Büroflächenmarkts und von Sättigungserscheinungen bei den Verkaufsflächen weniger tangiert sein werde. (awp/mc/upd/ps)

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