SPS Q1: Gesamtertrag wegen Wincasa-Beitrag höher

Markus Graf

Markus Graf, CEO Swiss Prime Site. (Foto: SPS)

Olten – Das Immobilienunternehmen Swiss Prime Site (SPS) hat in den ersten drei Monaten die Erträge mit Hilfe des Wincasa-Beitrags gesteigert. Die Mieterträge gingen dagegen wie erwartet zurück und auch der Umsatz im Bereich Gastro und Retail entwickelte sich rückläufig. Mit den Gewinnzahlen übertraf das gemessen am Portfoliowert grösste kotierte Schweizer Immobilienunternehmen aber die Vorjahreswerte. Der Ausblick für das Gesamtjahr wurde bestätigt.

Die Erträge verbesserten sich im Vergleich zum Vorjahresquartal deutlich. Dies aber nur dank des Beitrags der seit Oktober 2012 zum SPS-Konsolidierungskreis gehörenden Immobiliendienstleisterin Wincasa. Diese steuerte 23,3 Mio CHF zum gesamten betrieblichen Ertrag von 160,8 Mio CHF bei, wie SPS am Donnerstag mitteilte.

Rückläufig entwickelten sich dagegen der Mietertrag und der Umsatz aus Retail und Gastro. Der Rückgang bei den Mieteinnahmen (um 3,1% auf 99,8 Mio CHF) lag im Rahmen der Markterwartungen. Das SPS-Management hatte für das Gesamtjahr einen sanierungsbedingt höheren Leerstand in Aussicht gestellt. Laut Vontobel ist dagegen der Bereich Retail und Gastro mit rückläufigen Einnahmen von 36,5 Mio (-6,9%) der Schwachpunkt im Quartalsausweis.

EBIT und Gewinn gesteigert
Auf Gewinnebene ist SPS der Start ins neue Jahr ebenfalls gelungen. So stieg das Betriebsergebnis auf Stufe EBIT um 2,5% auf 85,7 Mio und der Reingewinn nahm um 4,0% auf 46,9 Mio zu. Unter Ausklammerung der Neubewertungen auf den Immobilienpark (+57% auf 4,4 Mio) resultierte ein um 0,7% höherer EBIT von 81,4 Mio und ein Reingewinn von 51,6 Mio, was einer Zunahmen um 5,3% entspricht. Mit den vorgelegten Zahlen übertraf SPS die Erwartungen der Analysten beim Reingewinn vor Neubewertungen.

Der Gewinn pro Aktie unter Ausklammerung der Neubewertungen von 0,86 CHF kam allerdings unter dem Vorjahreswert von 0,90 CHF zu liegen. Damit sei SPS für eine stabile Ausschüttung von 3,60 CHF pro Titel knapp auf Kurs, merkt die ZKB an.

Der tiefere Betrag lasse sich mit der Ausgabe von knapp 5,5 Mio neuer Namenaktien aufgrund der Ende 2012 erfolgten Kapitalerhöhung erklären, hiess es im Handel. Eine solche Massnahme führe nun mal zu einer Gewinnverwässerung. Wiederum positiv sei, dass sich dadurch die Eigenkapitalquote per Ende März auf 43,1% erhöhte (Ende 2012: 42,4%; Ende März 2012: 40,8%).

Portfoliowert gesteigert – Ausblick bestätigt
Der Wert des SPS-Immobilienportfolios lag zum Ende der Berichtsperiode bei 8,65 Mrd CHF nach 8,60 Mrd per Ende 2012. Die Ertragsausfallquote lag am Stichtag per Ende März 2013 bei 6,5% und damit über dem für das Jahresende 2012 ausgewiesenen Wert von 5,4% (per Ende März 2012: 4,7%). Davon seien 0,8 Prozentpunkte auf Sanierungen zurückzuführen.

Der Ausblick für das Geschäftsjahr 2013 wurde bestätigt. So rechnet das SPS-Management weiterhin mit einer Ertragsausfallquote in der Bandbreite von 5,5% bis 7,0% sowie mit EBIT- und Gewinnzahlen (vor Neubewertungs- und Einmaleffekten) in der Grössenordnung des Vorjahrs.

Warnsignale nicht ausser acht lassen – Aktie im Minus
Das Ergebnis deutet laut Vontobel-Kommentar erwartungsgemäss auf eine mässige Entwicklung bei den Mieteinnahmen. Dass die Bilanz stärker wurde, werde begrüsst. Bei Sarasin sieht man für SPS kein drohendes Risiko durch die Schwächephase des Schweizer Gewerbeimmobilienmarktes. Die Warnzeichen wie steigende Leerstände oder sinkende Einnahmen bei Miete, Retail und Gastro könne man aber nicht ausser Acht lassen. Sarasin nimmt daher das Rating auf «Neutral» von bisher «Buy» zurück. Die Banken Vontobel, ZKB und UBS belassen ihre Einstufungen unverändert auf «Hold» (Kursziel 74 CHF) rpt. «Marktgewichten» rpt. «Neutral» (Kursziel 77 CHF).

SPS-Aktien verlieren gegen 12.45 Uhr bei überdurchschnittlichen Volumen mit minus 1,2% auf 77,50 CHF deutlicher als der Gesamtmarkt (SPI: -0,30%). (awp/mc/ps)

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