Stadler erhält Auftrag aus Schweden für 22 Triebzüge

Stadler
Weiterer Grossauftrag für Stadler Rail aus Schweden. (Abb: Stadler Rail)

Bussnang – Der Schienenfahrzeug-Hersteller Stadler hat eine Bestellung von Stockholm Transport (SL) für 22 elektrische Triebzüge mit einem Vertragsvolumen von rund 232 Mio CHF erhalten. Die EMU (Electrical Multiple Units) sollen auf der Strecke Roslagsbanan eingesetzt werden und somit die schwedische Hauptstadt mit Bezirken im Norden und Osten verbinden, wie Stadler am Montag mitteilt.

Die 22 elektrischen Triebzüge werden auf der 65 Kilometer langen Strecke Roslagsbanan eingesetzt. Die Züge sind für eine Geschwindigkeit von 120 km/h ausgelegt. Sie können 300 Passagiere aufnehmen, 150 bieten sie einen Sitzplatz. Die Züge sind so konstruiert, dass sie Passagieren mit eingeschränkter Mobilität den Zugang erleichtern. Ausserdem bieten sie mehr Platz für Kinderwagen und Fahrräder. Die Züge werden 2020 geliefert und sollen ein Jahr später in Betrieb gehen. Der Vertrag mit SL enthält eine Option für 45 weitere Fahrzeuge.

Die Spezialanfertigungen mit einer Spurweite von 891 mm entspreche dem Spezialgebiet von Stadler, heisst es weiter. Der Schienenfahrzeughersteller generiert im Bereich der massgeschneiderten Anfertigung von Triebzügen zwischen 12% und 15% des Umsatzes.

Mit dem neuen Auftrag aus Schweden kann Stadler seine Position in diesem Markt stärken. Bereits im Juni 2015 erhielt Stadler von der Schwedischen Bahngesellschaft Mälab einen Auftrag für 33 Doppelstocktriebzüge. Diese werden in der Region des Mälarsees, westlich von Stockholm verkehren. (mc/pg)

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