StarragHeckert 2011 mit 34% höherem Reingewinn

Frank Brinken

Frank Brinken, CEO StarragHeckert.

Rorschach – Die Bilanz von StarragHeckert im Geschäftsjahr 2011 ist von der Übernahme der Dörries Scharmann geprägt. Umsatz und Gewinn stiegen durch die Ausweitung des Geschäfts deutlich an, so dass die Aktionäre eine höhere Dividende erhalten sollen. Das Unternehmen, das in Zukunft unter dem Namen «Starrag Group» auftreten wird, zeigt sich auch für 2012 vorsichtig optimistisch.

Der Umsatz wuchs 2011 um 78% auf 354,4 Mio CHF, organisch und währungsbereinigt betrug der Anstieg 2,2%. Der Auftragseingang erreichte 348,3 Mio CHF (+85%), bereinigt entspricht das einem Anstieg um 17,5%. Der EBIT stieg gar um 89% auf 19,1 Mio CHF, die Marge erhöhte sich entsprechend auf 5,4% (5,1%). Der Reingewinn des Werkzeugmaschinenbauers wuchs um 34% auf 10,9 Mio CHF, wie Starrag am Freitag mitteilte.

Die Analysten der Bank Vontobel hatte für das Geschäftsjahr den Reingewinn mit 11,1 Mio und das EBIT mit 18,4 Mio CHF prognostiziert.

Dividende angehoben
Die Dividende soll auf 1,20 CHF je Aktie angehoben werden. Unter Berücksichtigung eines Aktiensplits im Verhältnis 1:10 wurde im Vorjahr eine Dividende von 1,00 CHF gezahlt. Die Ausschüttung entspreche einer Quote von 37% und liege am oberen Rand des langfristig angestrebten Wertes, so das Unternehmen. Sie werde in Form einer verrechnungssteuerfreien Ausschüttung von Reserven aus Kapitalanlagen geleistet.

Mehr Aufträge vor allem aus Europa
Der Aufschwung im Auftragseingang war überwiegend von der Region Europa getragen, schreibt StarragHeckert. Die positive Stimmung im Maschinenbau habe zur Folge gehabt, dass in der Krise sistierte Erneuerungs- und Ersatzinvestitionen wieder in die Realisierungsphase gelangt seien. Geografisch habe der Fokus mit dem Bau eines neuen Produktionswerks in Bangalore auf Asien gelegen.

In die Errichtung der Produktion in Indien wurden 3,4 Mio CHF investiert, in die Optimierung der Fertigung in den europäischen Werken flossen 6,8 Mio CHF. Dank der Kapitalerhöhung zur Refinanzierung des Kaufs der Dörries Scharmann Gruppe sei die Eigenkapitalquote auf hohen 54,1 % (VJ 64,1%) geblieben. Die flüssigen Mittel betrugen per Ende 2011 rund 44 Mio CHF verglichen mit 32 Mio ein Jahr zuvor.

Ausblick vorsichtig optimistisch
Für das Jahr 2012 ist das Unternehmen vorsichtig optimistisch und rechnet mit einer Steigerung von Umsatz, Auftragseingang und Ergebnissen – Voraussetzung sei allerdings ein stabiles konjunkturelles Umfeld. Grundlage der Einschätzung seien der hohe Auftragsbestands von knapp 240 Mio CHF per Ende 2011, eine volle Projektpipeline sowie die robuste Konjunktur im wichtigen Zielmarkt ziviler Flugzeugbau.

Bei den Materialkosten und dank der Zusammenführung der Verkaufsgesellschaften in den USA und Grossbritannien werden aus der Akquisition von Dörries Scharmann substantielle Synergien erwartet. Im Laufe des Jahres sollen eigene Repräsentanzen in Mexico und Brasilien gegründet werden, und auf der Produktseite ist die Markteinführung von drei neuen Maschinenkonzepten vorgesehen.

Erste Synergien erschlossen
Die Integration der Dörries Scharmann Gruppe konnte dank der sehr ähnlichen Unternehmenskulturen in wesentlichen Teilen bereits im Berichtsjahr vollzogen werden. Neben kurzfristigen Optimierungen im Kosten- und Einkaufsbereich seien auch konkrete Projekte für Synergien bei den Verkaufs- und Serviceorganisationen sowie bei den Maschinensystemen entwickelt worden.

Auftritt neu als «Starrag Group»
Nach der Akquisition von Dörries Scharmann sei zudem das Markenkonzept überprüft worden. Als Konsequenz tritt das Unternehmen neu unter dem Namen «Starrag Group» auf. Die Produkte würden jedoch weiterhin unter den etablierten Markennamen vertrieben, heisst es.  (awp/mc/pg)

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