Stimmung der Konsumenten leicht überdurchschnittlich

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(Foto: Pixabay)

Bern – Die Konsumentenstimmung in der Schweiz verharrt leicht über dem Durchschnitt. Der nach wie vor positive Ausblick auf die allgemeine Wirtschaftsentwicklung und die Arbeitslosigkeit wird weiterhin durch unterdurchschnittliche Erwartungen für das eigene Budget getrübt. Ein Grund dafür dürfte die stärker wahrgenommene Teuerung sein, die sich dämpfend auf die Kaufkraft der Haushalte auswirkt.

Der Index der Konsumentenstimmung von Oktober 2018 liegt bei -6 Punkten und damit fast auf dem gleichen Stand wie im Juli (-7 Punkte). Seit dem spürbaren Rückgang im Sommer sind die Aussichten praktisch unverändert geblieben. Damit bestätigt die jüngste Umfrage, dass die Konsumenten im Vergleich zur ersten Jahreshälfte 2018 weniger optimistisch in die Zukunft blicken. Die Konsumentenstimmung bleibt aber weiterhin leicht über dem langjährigen Durchschnitt (-9 Punkte).

Überdurchschnittliche Einschätzung der Arbeitsplatzsicherheit
Insbesondere bleiben die Konsumenten zuversichtlich im Hinblick auf die zukünftige Entwicklung der allgemeinen Wirtschaftslage und der Arbeitslosigkeit. Mit einem Stand von 9 Punkten übersteigt der Teilindex zur erwarteten Wirtschaftsentwicklung seinen langjährigen Durchschnitt (-9 Punkte). Der Teilindex zur erwarteten Entwicklung der Arbeitslosenzahlen liegt mit 38 Punkten unter dem Durchschnitt (48 Punkte) und signalisiert damit positive Aussichten für den Arbeitsmarkt. Dies wird durch die weiterhin überdurchschnittliche Einschätzung der Arbeitsplatzsicherheit bestätigt.

Wenig Optimismus betreffend der persönlichen Finanzlage 
Die Konsumenten gehen jedoch nicht davon aus, von der positiven allgemeinen Wirtschafts- und Arbeitsmarktlage finanziell profitieren zu können. Der Teilindex zur erwarteten finanziellen Lage liegt mit -4 Punkten weiterhin unter dem Durchschnitt (2 Punkte). Dasselbe gilt für die erwartete Sparwahrscheinlichkeit: Der entsprechende Teilindex fiel im Juli deutlich unter den Durchschnitt von 20 Punkten und konnte sich bis im Oktober (9 Punkte) nur unwesentlich erholen. Zu den gedämpften Aussichten für die eigene Budgetsituation dürfte die Teuerung beitragen, die von den Konsumenten seit dem Sommer tendenziell wieder stärker wahrgenommen wird und auf der Kaufkraft lastet. Passend zum verhaltenen Ausblick für die eigene finanzielle Situation bleibt auch die Neigung für grössere Anschaffungen unterdurchschnittlich. (Seco/mc/pg)

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