Sunrise-Aktien nach Gerüchten um Übernahme durch Liberty Global gesucht

Mike Fries
Liberty Global-Konzernchef Mike Fries.

Zürich – Die Sunrise-Aktien sind am Montag im frühen Handel gefragt und haben ein neues Allzeithoch markiert. Am Wochenende hatten Gerüchte die Runde gemacht, dass die UPC-Schweiz-Mutter Liberty Global ihr Geschäft mit einem Zukauf stärken wolle. Mit einer Übernahme von entweder Sunrise oder Salt wolle man zur Nummer zwei im Schweizer Telekommarkt hinter Swisscom aufsteigen.

Die Sunrise-Papiere legen gegen 11.30 Uhr um 0,3% auf 94,850 CHF zu. Kurz zuvor wurde bei 97,40 CHF ein neues Allzeithoch markiert, wobei die Valoren ausserdem innert zwei Wochen gut 10 CHF an Wert zugelegt haben.

Übernahme des zweit- oder drittgrössten Telekomanbieters möglich
Womöglich sei schon bald genug Geld da, um den zweit- oder drittgrössten Schweizer Telekomanbieter zu schlucken, zitierte die „Sonntagszeitung“ einen Manager von Liberty Global. Einer möglichen Übernahme stehe dabei nicht im Wege, dass UPC mit seinen bisherigen Mobilfunk-Abos ab Anfang 2019 von Salt auf das Mobilfunknetz von Swisscom wechselt, hiess es. So habe Mike Fries, CEO von Liberty Global betont, dass dieser Deal „nicht exklusiv“ sei und die strategischen Möglichkeiten nicht einschränken würde.

Die Mitteilung kommt insofern überraschend, als dass UPC erst Ende letztes Jahr die von Zürich aus gemanagte Schwesterfirma UPC Österreich für 1,9 Mrd EUR an die Deutsche Telekom verkauft hatte. Liberty Global musste damals Gerüchte dementieren, denen zufolge man auch die Schweizer Tochter verkaufen wolle.

Umbau des Liberty-Europageschäfts
Vor einer Woche hatte derweil die „Financial Times“ geschrieben, dass Liberty Global sein gesamtes Europageschäft komplett umbauen wolle. Insgesamt sei man nämlich zu breit aufgestellt, so die Ansicht des Managements. So könnten beispielsweise die Ländergesellschaften in Deutschland, Rumänien, Ungarn oder Tschechien an den britischen Konkurrenten Vodafone verkauft werden.

Sunrise wollte auf Anfrage von AWP zu den Gerüchten um eine mögliche Übernahme durch Liberty Global keine Stellung nehmen. (awp/mc/pg)

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