Swatch sagt «Time to Move»-Messe ab

Nick Hayek
Swatch-Konzernchef Nick Hayek. (PPR/Valentin Flauraud)

Biel – Der Uhrenkonzern Swatch hat seine hauseigene Messe «Time to Move» wegen der Ausbreitung des Coronavirus abgesagt. Die beteiligten Marken würden ihre neuen Produkte zu einem späteren Zeitpunkt während regionaler Veranstaltungen vorstellen, teilte die Swatch Group mit.

Der Anlass, der sich an den Fachhandel und Journalisten richtet, hätte zwischen dem 28. Februar und dem 4. März in Zürich stattfinden sollen. Swatch wolle es seinen Partnern nicht zuzumuten, in einem unsicheren Klima international zu reisen, erklärte das Unternehmen.

Die Swatch-interne Messe mit den Luxusmarken wie Omega, Blancpain oder Glashütte Original und Breguet fand erstmals 2019 statt. Dort präsentierte Swatch Händlern und Medien die eigenen Uhrenneuheiten, da der Konzern nicht mehr am Branchenevent «Baselworld» teilnimmt.

Weiterführende Angaben wollte Swatch auf Anfrage der Nachrichtenagentur AWP nicht machen.

Basel und Genf beobachten die Lage
Ob auch die beiden Uhrenmessen Baselworld und Watches and Wonders Geneva (ehemals SIHH) wegen des Coronavirus gestrichen werden, ist derzeit noch unklar. Die beiden Messen finden dieses Jahr erst Ende April bzw. Anfang Mai statt.

Baselworld stehe in ständigem und engem Kontakt mit den Kunden, deren Meinung man «sehr ernst» nehme, erklärte eine Sprecherin der Baselworld auf Anfrage von AWP. «Wir prüfen alle Optionen. Im Hinblick auf die Baselworld sind momentan keine möglichen Konsequenzen absehbar», sagte die Sprecherin. Die Messe findet gemäss heutiger Planung zwischen dem 30. April und dem 5. Mai statt.

Die Genfer Veranstalter wollten auf Anfrage von AWP keinen Kommentar zu dem Thema abgeben. Etwas gesprächiger zeigte sich Watches & Wonders-Präsidentin Fabienne Lupo gegenüber der Tageszeitung «Le Temps». Vorläufig werde der Salon, der vom 25. bis 29. April 2020 stattfinden soll, beibehalten. Es sei aber nichts garantiert, betonte Lupo.

«Da unsere Show Ende April stattfindet, haben wir weniger Zeitdruck als die Swatch Group. Wir stehen in Kontakt mit den Märkten, den Behörden, den Marken und der Baselworld», stellte Lupo fest. Im vergangenen Jahr machten Besucher aus China etwa 5 Prozent der 20’000 Eintritte aus. (awp/mc/ps)

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