Swatch trotz negativer Währungseinflüsse weiter auf Wachstumskurs

Nick Hayek

Nick Hayek, CEO Swatch Group.

Biel – Die Swatch Group hat im ersten Halbjahr 2014 den Umsatz erneut gesteigert. Mit dem vorgelegten Zahlenset verfehlte der Konzern die Erwartungen der Analysten indes. Dennoch zeigte sich das Unternehmen für die zweite Jahreshälfte zuversichtlich und spricht von einem «vielversprechenden zweiten Halbjahr».

Swatch steigerte den Bruttoumsatz zu aktuellen Wechselkursen um 4% auf 4,35 Mrd CHF. Zu konstanten Wechselkursen ergab sich im ersten Semester ein Wachstum von 8,5% auf 4,53 Mrd CHF. Der Betriebsgewinn (EBIT) gab derweil um 8,8% auf 830 Mio CHF nach. Damit errechnet sich eine operative Marge von 20,2%, verglichen mit 22,7% vor Jahresfrist und 27,4% im Gesamtjahr 2013. Unter dem Strich resultierte ein Rückgang des Reingewinns um 11,5% auf 680 Mio CHF.

Das Halbjahresresultat blieb hinter den Markterwartungen zurück. Analysten hatten mit einem Bruttoumsatz zu aktuellen Wechselkursen von durchschnittlich 4,39 Mrd CHF gerechnet. Beim EBIT hatte der Markt mit einem Ergebnis von 851 Mio gerechnet, beim Reingewinn mit 688 Mio.

Entspannung an Währungsfront erwartet
Der anhaltend starke Franken habe die Umsatzentwicklung beeinträchtigt, erklärt Swatch in der Medienmitteilung. Der «bereits überbewertete Schweizer Franken» habe sich, verglichen zum ersten Semester des Vorjahres, gegenüber den Währungen aller wichtigen Absatzregionen zusätzlich verstärkt. Die negativen Wechselkurseinflüsse hätten den Konzernumsatz um 188 Mio CHF oder 4,5% geschmälert, heisst es.

An der Währungsfront rechnet der Konzern indes mit einer Entspannung im zweiten Halbjahr. Aufgrund der voraussichtlich tieferen Vergleichsbasis der Wechselkurse zum Franken dürften die negativen Währungseffekte im zweiten Semester «weniger dramatisch ausfallen».

In Lokalwährungen alle Märkte auf Wachstumskurs
Im Uhren- und Schmucksegment (inklusive Produktion) wies Swatch Group ein Bruttoumsatz-Wachstum von 8,8% zu konstanten bzw. von 4,3% zu aktuellen Wechselkursen aus. Das Wachstum sei durch die starken Marken und das erweiterte Vertriebsnetz der Gruppe getrieben worden.

In Lokalwährung seien alle Märkte, ausser vereinzelte europäische Länder, weiterhin auf Wachstumskurs. Dies treffe auch für China zu. Bei allen Marken wurde zudem weiter intensiv in das Marketing investiert, insbesondere bei Omega anlässlich der Olympischen Winterspiele in Sotchi.

Optimistischer Ausblick in die zweite Jahreshälfte
Für das zweite Halbjahr zeigt sich der Konzern zuversichtlich. Die Aussichten seien «in allen Regionen und Segmenten weiterhin sehr gut», heisst es. Swatch erwartet daher ein «vielversprechendes zweites Halbjahr». Insbesondere in den USA und in Japan würden sich die Verkäufe «weiterhin sehr gut» entwickeln. Auch setze sich auf dem chinesischen Festland der «spürbar stärkere Verkaufstrend» fort. Dagegen sei die Situation in Hongkong von Unsicherheiten geprägt.

Der Konzern werde zudem seine weltweite Marktpräsenz durch weitere Investitionen in das Marketing, das Retail- und Kundenservicenetz verstärken. Die Marken wiederum werden das bestehende Sortiment durch die Lancierung neuer Produkte erweitern, heisst es zudem. Swatch Group werde ihre langfristige Strategie, Marktanteile zu gewinnen, weiterhin konsequent verfolgen. (awp/mc/pg)

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