Swiss: Operativer Gewinn sinkt um 17 Prozent

Harry Hohmeister

Swiss-CEO Harry Hohmeister.

Zürich – Die Fluggesellschaft Swiss hat im vergangenen Geschäftsjahr 2011 einen Rückgang des operativen Gewinns um 17% auf 306 Mio CHF hinnehmen müssen. Drastisch war der Rückgang allerdings im vierten Quartal: Von Oktober bis Dezember wurde im Vergleich zu 2010 ein Minus von 87% auf noch 18 Mio CHF erzielt. Der Betriebsertrag legte 2011 um 3% auf CHF 4,93 Mrd CHF zu, im vierten Quartal war es ein Minus von 2% auf 1,22 Mrd CHF, wie die Lufthansa-Tochter am Donnerstag mitteilte.

«Das Ergebnis spiegelt klar die Krisen in Japan und Nordafrika, vor allem aber auch die schwierige Marktsituation wider, insbesondere die schwache Entwicklung im vierten Quartal», wird CEO Harry Hohmeister zitiert. «Trotz hoher Auslastung unserer Flotte belastet uns die Ertragssituation stark; derzeit zeichnet sich diesbezüglich keine Erholung ab, dazu kommen die negativen Folgen der anhaltenden Frankenstärke und der sehr hohe Ölpreis.»

Kapazitäten der Marktsituation angleichen
Zum Ausblick für das laufende Jahr heisst es: Die Durchschnittserträge stünden weiter unter Druck und noch immer seien zu viele Kapazitäten auf dem Markt. Swiss habe aber bereits reagiert und vereinzelt die Zahl der Flüge und Frequenzen der Nachfrage angepasst. «Wir beobachten die Entwicklung sehr genau und werden falls angebracht rasch reagieren und Kapazitäten der Marktsituation angleichen», so Hohmeister. Man habe jetzt schon verschiedene Massnahmen ergriffen, um die Ertragslage zu verbessern, weitere würden folgen. Unter anderem werde Swiss angesichts des Margendrucks auch die Preisstruktur prüfen müssen und Preiserhöhungen ins Auge fassen. (awp/mc/ps)

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