Syngenta hofft auf zwei Drittel der Normalernte in der Ukraine

Syngenta hofft auf zwei Drittel der Normalernte in der Ukraine

Basel – Die Ukraine gilt auch als die «Kornkammer Europas». Das Land ist einer der grössten Weizenexporteure der Welt. Etwa ein Drittel der fruchtbaren Schwarzerde-Böden befinden sich in dem Land. Doch der Krieg hat vieles verändert.

Just in diesem Moment würden sich viele Ukrainische Landwirte um die Aussaat kümmern. Doch die Kampfhandlungen machen derzeit die Landwirtschaft in vielen Teilen des Landes unmöglich. Aber was jetzt nicht ausgebracht wird, kann später nicht geerntet werden.

Laut dem Agrochemiekonzern Syngenta ist noch zu früh, um zu wissen, wie viel der Ernte in der Ukraine verloren gehen wird. «Wir hoffen, dass wir rund zwei Drittel dessen, was normalerweise möglich wäre, retten können», sagte ein Firmensprecher im Gespräch mit der Nachrichtenagentur AWP.

In der Folge des Einmarschs Russlands in der Ukraine sind die ohnehin schon stark gestiegenen Preise für Weizen oder andere Feldfrüchte noch schneller in die Höhe geklettert. Auch Russland spielt eine wichtige Rolle in der globalen Lebensmittelversorgungskette.

Lebensmittelkrise abwenden
Syngenta will daher – wo immer dies möglich sei – den Landwirten in der Region weiterhin Saatgut und Pflanzenschutzmittel zur Verfügung stellen. «Die Profitabilität steht dabei nicht im Vordergrund», betonte der Sprecher.

Die Waren, die Syngenta heute versende, seien nicht mehr gegen Verluste versichert. «Wir gehen diese hohen Risiken bewusst ein und glauben, dass es das Richtige ist», sagte er. Denn die Lebensmittelkrise könnte zu einer erheblichen Nahrungsmittelknappheit führen, die vor allem die ärmsten Länder der Welt treffen würde.

In der Ukraine beschäftigt Syngenta rund 730 Mitarbeitende – deren Sicherheit habe absolute Priorität. «Viele haben das Land verlassen. Wir tun alles, um sie zu unterstützen», sagte der Sprecher.

Viele westliche Firmen ziehen sich aus Russland zurück. Syngenta – wie die gesamte Branche – bleibt aus humanitären Gründen in dem Land. Die Uno betrachtet Saatgut als humanitäres Gut, Produkte für die Pflanzenproduktion werden nicht sanktioniert. (awp/mc/ps)

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