UBS-Immobilienblasen-Index leicht gestiegen

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(Foto: C. Schiller - Fotolia.com)

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Zürich – Der UBS Swiss Real Estate Bubble Index steht nach einer leichten Zunahme um 0,03 Indexpunkte aktuell bei 1,23. Die Fallhöhe und das Risiko einer Korrektur haben damit erneut leicht zugenommen. Der Anstieg war primär durch das Preiswachstum bei Wohnimmobilien von real 3,6 Prozent im Vorjahresvergleich getrieben, teilt die UBS mit.

Die Indexentwicklung bestätige die sich in Preisen und Hypothekarnachfrage widerspiegelnde graduelle Marktberuhigung, so die UBS. Für eine spürbare Beruhigung bedürfe es keiner grösseren Preiskorrektur. Bereits bei einem Preisrückgang von 5 Prozent würde der UBS Swiss Real Estate Bubble Index auf einen Wert von unter 1 fallen und damit die Risikozone verlassen. Eine ähnliche Wirkung hätte eine Halbierung des Hypothekarwachstums im laufenden Jahr auf unter 2 Prozent.

Leicht fallende oder stagnierende Preise am Genfer- und Zürichsee
Die schweizweite Abflachung der Preisentwicklung war primär durch leicht fallende oder stagnierende Preise in den Hotspots am Genfersee und Zürichsee beeinflusst, während die Preise beispielsweise in der Ostschweiz weiterhin stark zulegten. Die Abwanderung der einheimischen Bevölkerung aus den Hochpreisregionen in erweiterte Agglomerationsräume und periphere Lagen wirkt sich damit dämpfend auf die Preisentwicklung in den am höchsten bewerteten Regionen aus.

Regulatorische Massnahmen könnten zu verstärkten Ungleichgewichten führen
Regulatorische Massnahmen zur Reduktion der Risiken am Immobilienmarkt wie der antizyklische Kapitalpuffer können regional unterschiedliche Phasen des Preiszyklus nicht berücksichtigen, schreibt die UBS weiter. Strengere Kreditvergaberichtlinien könnten deshalb zu einer Kreditverknappung führen, was in bereits korrigierenden Märkten einen übertriebenen Preiszerfall auslösen würde. Andererseits könnte beispielsweise eine Verschärfung der Belehnungsgrenze als unerwünschte Nebenwirkung eine Verschiebung der Nachfrage in günstigere Regionen bewirken, wodurch dort wiederum ein verstärktes Ungleichgewicht aufgebaut würde.

Wirtschaftsregion Martigny zählt neu den Gefahrenregionen
Die Wirtschaftsregion Martigny zählt aufgrund eines sich beschleunigenden Preiswachstums in den letzten drei Jahren neu zu den Gefahrenregionen. In den Region Saanen-Obersimmental und Unteres Baselbiet ist hingegen eine Marktberuhigung zu beobachten. Aufgrund ihrer hohen Bewertung zählen die Regionen aber weiterhin zu den Monitoringregionen. (UBS/mc/pg)

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