Immobilienblasen-Index: Markt-Beruhigung aber keine Trendwende

Eigenheim

Zürich – Der UBS Swiss Real Estate Bubble Index steht aktuell bei 0,82. Dies entspricht einem überraschenden Rückgang gegenüber dem Vorquartal von 0,13 Indexpunkte. Der Immobilienmarkt verharrt damit weiterhin klar in der Boomphase, der Indexrückgang deutet jedoch auf eine leichte Marktberuhigung hin.

Ein Rückgang der Angebotspreise gegenüber dem Vorquartal – minus 1,6 Prozent bei Eigentumswohnungen sowie minus 0,5 Prozent bei Einfamilienhäusern – in Verbindung mit steigenden Einkommen und stagnierenden Konsumentenpreisen stoppten vorerst den teilweise starken Aufwärtstrend der letzten Quartale des UBS Swiss Real Estate Bubble Index. Auch scheint sich die Nachfrage nach Immobilien als Investitionsobjekte auf hohem Niveau stabilisiert zu haben.

Dämpfen neue Mindestanforderungen bei Hypotheken Nachfrage nach Wohneigentum?
Angesichts der historisch günstigen Finanzierungsbedingungen, des hohen Bevölkerungswachstums sowie der robusten Binnenkonjunktur dürfte der Rückgang des Immobilienblasenindex jedoch keine Trendwende auf dem Schweizer Immobilienmarkt einläuten. Möglicherweise werden jedoch die am 1. Juli 2012 in Kraft getretenen Mindestanforderungen bei der Hypothekarfinanzierung (mindestens 10 Prozent Eigenkapital, das nicht aus der Pensionsvorsorge stammt plus Pflicht zur Amortisation auf 2/3 des Belehnungswertes der Liegenschaft innert maximal 20 Jahren) die Nachfrage nach Wohneigentum dämpfen und in den nächsten Quartalen für etwas geringere Preiswachstumsraten sorgen.

Weniger Risikoregionen
Die Zahl der Risikoregionen (Regionen mit substantiellem Risiko bezüglich ihres Korrekturpotenzials der Eigenheimpreise) hat sich im 2. Quartal 2012 verringert. Das Untere Baselbiet sowie Saanen-Obersimmenthal werden aktuell nicht mehr zu den Gefahrenregionen gerechnet, zählen aber weiterhin zu den Monitoringregionen. Ausschlaggebend für diese Anpassung waren neue Preisdaten sowie der Rückgang des UBS Swiss Real Estate Bubble Index.

Zuwachsraten von fast 9 Prozent in der Region Zürich
Weiterhin zählen die MS-Regionen Zürich, Genf und auch Lausanne aufgrund ihrer nationalen Bedeutung zu den riskantesten Regionen der Schweiz. Die Region Zürich liegt dabei mit Zuwachsraten von fast 9 Prozent im Durchschnitt der letzten drei Jahre klar an der Spitze. Die bedeutenden Agglomerationsregionen Zug, Pfannenstiel, Zimmerberg, March, Vevey, Morges und Nyon sowie die Tourismusregionen Davos und Oberengadin gehören ebenso zu den Gefahrenregionen. In die Kategorie der Monitoringregionen gehören Basel-Stadt, Unteres Baselbiet, Saanen-Obersimmental, das Knonaueramt und die Region Glattal-Furttal. (UBS/mc/pg)

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