Uhrenexporte ziehen im März um knapp 5% an

Blancpain
Blancpain-Uhr.

Biel – Die Schweizer Uhrenexporte sind nach den Angaben des Schweizerischen Uhrenverbands (FH) im Monat März erneut angestiegen, nachdem sie bereits in den beiden ersten Monaten des Jahres kräftig zugelegt hatten. Getragen wurde das Wachstum im Berichtsmonat von der guten Entwicklung wichtiger Absatzmärkte in Asien wie Hongkong, Japan oder Singapur. Die Ausfuhren nach China gingen nach zuletzt starkem Wachstum zurück.

Insgesamt stieg das Exportvolumen im Monat März gegenüber dem Vorjahresmonat um 4,8 Prozent auf 1,67 Milliarden Franken, wie der Verband der Schweizerischen Uhrenindustrie FH in der Mitteilung vom Dienstag schreibt. In den Monaten Januar und Februar legten die Exporte je um knapp 13 Prozent zu, und so ergibt sich für das erste Jahresviertel 2018 ein Plus von 10 Prozent auf 5,0 Milliarden. Dies sei auf Quartalsbasis die höchste Wachstumsrate sei dem zweiten Quartal 2012, schreibt der Verband weiter.

Besonders gut hat sich die Nachfrage nach Schweizer Uhren im März im Hauptabsatzmarkt Hongkong entwickelt. Dort zogen die Ausfuhren um 10 Prozent auf 230 Millionen Franken an. Aber auch nach Japan (+13%) oder nach Singapur (+8,4%) wurden deutlich mehr Uhren exportiert. Ins Stocken gerieten dagegen die Uhrenexporte nach China (-6,9%), dies nachdem es zuvor während 18 Monaten stetig nach oben gegangen war. Der Verband spricht mit Blick auf China daher von einem höheren und schwieriger zu erreichenden Basiseffekt.

Teuer ist gefragt
Gefragt waren vor allem teurere Uhren. Während die Exporte von Uhren im Preissegment unter 500 Franken sowohl im Wert als auch in der Anzahl abnahmen, legten die Ausfuhren im Segment 500 bis 3’000 Franken um 13 Prozent zu. Auch Uhren, die über 3’000 Franken kosten, verzeichneten eine Ausfuhrwachstum, wenngleich nur um 1,7 Prozent.

Der Uhrenexporte im März seien etwas stärker ausgefallen als von ihm erwartet, schreibt Patrik Schwendimann, Analyst bei der Zürcher Kantonalbank (ZKB). Das sei eine gute Nachricht insbesondere weil die Steigerung vor dem Hintergrund einer höheren Vorjahresbasis erreicht worden sei, ergänzen die Experten von Bader Helvea.

Vor dem Hintergrund der starken Uhrenexporte im ersten Quartal würde seine Schätzung für das Umsatzwachstum der Swatch Group von 5 Prozent für das Gesamtjahr „je länger je mehr als zu konservativ“ erscheinen, ergänzt Schwendimann weiter. Seine Anlageeinstufung für Swatch lautet Übergewichten.

Swatch geben am Dienstagvormittag bis gegen 9.35 Uhr dennoch in einem leicht festeren Markt um 0,3 Prozent auf 468,70 CHF nach. Dagegen legen die Aktien des Branchennachbarn Richemont um 0,1 Prozent auf 93,10 Franken zu wie auch der Gesamtmarkt (SMI), der ebenfalls 0,1 Prozent höher steht. (awp/mc/ps)

FH

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