USA steigen 2021 zum wichtigsten Exportmarkt der Schweiz auf

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(Photo by James Kenny on Unsplash)

Bern – Der Aussenhandel zwischen der Schweiz und den USA boomt. In den letzten zwanzig Jahren haben sich die Exporte verdreifacht und 2021 mit 47 Milliarden Franken den derzeitigen Höchststand erreicht. Zugleich verdrängten die USA damit Deutschland erstmals nach 70 Jahren vom Platz als wichtigster Exportmarkt.

Von 2001 bis 2021 ging der Warenhandel mit den USA «durch die Decke». Trotz der Finanzkrise 2008/09 und der COVID-19-Krise wuchsen die Exporte um durchschnittlich 6,3 Prozent pro Jahr und erreichten 2021 ein Rekordniveau von 47 Milliarden Franken. Damit zeigten sie sich dreimal dynamischer als die Ausfuhren nach den zweit- und drittwichtigsten Handelspartnern, Deutschland (+2,1 Prozent) und Italien (+2,0 Prozent).

Exporte in die USA: drei Viertel des Wachstums gehen auf das Konto der Pharmaprodukte
Zwischen 2001 und 2021 bestimmten die chemisch-pharmazeutischen Produkte weitgehend das Geschehen. Deren Exporte stiegen von 4,3 auf 30,1 Milliarden Franken und verdoppelten damit ihren Anteil an den Gesamtexporten Richtung USA auf 64 Prozent. Im Durchschnitt wiesen die Ausfuhren in die USA ein jährliches Wachstum von 10 Prozent aus – doppelt so viel wie in die restliche Welt.

Während die Lieferungen von Maschinen und Elektronik wertmässig nahezu unverändert blieben, sank ihr Anteil von 28 auf 8 Prozent. Derweil entwickelten sich die Ausfuhren von Präzisionsinstrumenten ähnlich wie der Durchschnitt (+5,9 Prozent). Auch hier wuchsen die Exporte in die USA doppelt so kräftig wie jene in die anderen Länder.

Die Nahrungs- und Genussmittel wiesen das stärkste jährliche Wachstum aus (+11,5 Prozent), obwohl sie nur einen marginalen Anteil ausmachen. Dieser war allerdings im Jahr 2021 zweieinhalb Mal so hoch wie noch zwanzig Jahre zuvor. Die Uhrenexporte verdoppelten sich auf 3,1 Milliarden Franken, ihr Anteil halbierte sich jedoch im gleichen Zeitraum. (mc/pg)

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