VP Bank – Spotanalyse Schweiz: Deflationsdruck lässt weiter nach

Bernd Hartmann

Bernd Hartmann, Leiter Investment Research der VP Bank.

Vaduz – Wie erwartet lässt der Deflationsdruck in der Schweiz deutlich nach. Der Anstieg der Teuerungsrate ist hauptsächlich auf zwei Faktoren zurückzuführen. Im August 2011 erreichte die Frankenstärke ihren Höhepunkt. Inzwischen hat die Schweizer Valuta im Jahresvergleich gegenüber dem EUR rund 14 Prozent an Wert verloren. Gegenüber dem USD resultiert eine Abwertung von über 23 Prozent.

Die Importe werden sich im Jahresvergleich vorübergehend deutlich verteuern und die Inflation kurzfristig antreiben. Zudem sorgt die Entwicklung der Rohstoffpreise für einen leichten Preisdruck. Die Erholung des Ölpreises sorgt für einen positiven Inflationseffekt im Jahresvergleich, da die Notierungen im August 2011aufgrund der erhöhten Risikoaversion deutlich gefallen waren. Der Inflationsdruck wird sich aber erst im September und Oktober voll entfalten, wenn die höheren Energiepreise den Weg in den Warenkorb der Konsumenten gefunden haben. Die Inflationsrate dürfte noch in diesem Jahr die Nulllinie überschreiten, allerdings ist die Angst vor anhaltend hohen Teuerungsraten weiterhin unbegründet. Die nachlassende Konjunkturdynamik wird einen deutlicheren Anstieg der Inflationsraten vorerst verhindern. (VP Bank/mc/ps)

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