Ypsomed legt im Halbjahr bei Umsatz und Gewinn zu – Finanzziele erhöht

Simon Michel
Ypsomed-Konzernchef Simon Michel. (Foto: Ypsomed)

Burgdorf – Das Medizinaltechnikunternehmen Ypsomed hat im ersten Semester seines Geschäftsjahres 2021/2022 bei Umsatz und Gewinn zugelegt. Mit Blick nach vorne erhöht der Konzern aus Burgdorf die Prognose nun leicht.

Konkret stieg der Umsatz in den Monaten von April bis September laut Mitteilung vom Donnerstag um 11,6 Prozent auf 222,6 Millionen Franken. Das Betriebsergebnis (EBIT) kletterte derweil um 26,5 Prozent auf 10,5 Millionen. Unter dem Strich verbesserte sich der Gewinn auf 7,1 nach 6,5 Millionen im Jahr davor.

Ausblick angehoben
Mit den Zahlen hat Ypsomed die Erwartungen der Analysten – ausser beim Reingewinn – übertroffen. Mit Blick nach vorne erhöht das Unternehmen nun den Ausblick. So strebt das Unternehmen für 2021/22 neu einen EBIT von gegen 30 Millionen an (bisher circa 25 bis 30 Millionen). Beim Umsatz will Ypsomed unverändert zweistellig zulegen.

Im Geschäft mit eigenen Pen-Systemen erwartet Ypsomed für das Geschäftsjahr 2021/22 derweil ein Wachstum von rund 20 Prozent. Im Halbjahr war Ypsomed im Pen-Geschäft in der Sparte Delivery Systems um 13,2 Prozent gewachsen. Der Umsatz des Segments wuchs derweil um 9,2 Prozent auf 118,3 Millionen Franken.

Das Unternehmen ist derweil weiterhin im Umbruch. Seit Sommer 2018 ist es nicht mehr für den Vertrieb der schlauchlosen Insulin-Patch-Pumpe «Omnipod» der US-Firma Insulet in Europa zuständig. Stattdessen setzt die Gruppe auf die selbst entwickelten «Ypsopump».

Beim Verkauf der «Ypsopump» konnte Ypsomed im Halbjahr nun um 8,9 Prozent zulegen. Die Coronapandemie hatte zuvor den Zugang der Ypsomed-Verkäufer zu Spitälern, die zur Verabreichung von Insulin auf die «Ypsopump» setzen wollen, erschwert. Die gesamte Sparte Diabetes Care erhöhte derweil den Umsatz um 13,2 Prozent auf 95,2 Millionen Franken.

«Alliance to Zero»
Nebst den Geschäftszahlen präsentierte das Unternehmen auch Neuigkeiten aus dem Bereich Nachhaltigkeit. So beziehe Ypsomed mit allen Tochtergesellschaften per Ende 2021 seinen Strom aus 100 Prozent erneuerbaren Energiequellen.

Mit Kooperationen wie der unlängst gegründeten «Alliance to Zero» wolle Ypsomed den Pharmasektor entlang der gesamten Wertschöpfungskette hin zu Netto-Null-Emission aktiv mitgestalten, hiess es weiter. Der Allianz gehören nebst Ypsomed der Industriekonzern Dätwyler sowie sechs weitere Firmen aus dem Bereich der pharmazeutischen Wertschöpfungskette an. (awp/mc/ps)

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