Zahl der IV-Renten 2012 deutlich gesunken

Rollstuhl

Bern – Die Zahl der laufenden IV-Renten wie auch jene der neu zugesprochenen Renten ist im Jahr 2012 erneut gesunken. Die Zahl der Neurenten pendelt seit 2010 um rund 15’000, wie das Bundesamt für Sozialversicherungen BSV mitteilt. Seit 2003 ist die Zahl der Neurenten um rund 47 Prozent gesunken.

Im Januar 2013 betrug die Zahl der gewichteten Renten der Invalidenversicherung in der Schweiz und im Ausland 234’600. Sie hat gegenüber dem Vorjahr um 1.8% (4‘200 Renten) abgenommen. Dies ist der deutlichste Rückgang seit Januar 2006, als mit 257’500 gewichteten Renten der höchste Rentenbestand erreicht worden war. Die Zahl der 2012 zugesprochenen gewichteten Neurenten hat mit 14‘600 einen neuen Tiefststand erreicht, nachdem sie 2011 wieder leicht angestiegen war. Die Abnahme der Neurenten seit 2003 beträgt rund 47%.

Deutlich steigende Anzahl der Massnahmen zur beruflichen Eingliederung
Das BSV führt die seit 2003 sinkenden Neurentenzahlen auf die seit 2008 verstärkten Massnahmen zur beruflichen Eingliederung zurück. Innert 10 Jahren hat sich das Verhältnis von Personen mit Neurenten zu Personen, die Massnahmen zur beruflichen Eingliederung erhalten, umgekehrt. Diese Zahlen spiegeln die grundlegende Neuausrichtung der IV von der Renten- zur Eingliederungsversicherung wieder. Die 2008 in Kraft getretene 5. IV-Revision hat diesen Wandel laut dem BSV besonders stark geprägt.

Startjahr des gesetzlich definitiv verankerten Assistenzbeitrags
Mit der Revision 6a wurde auf den 1. Januar 2012 der Assistenzbeitrag als neue Leistung der IV definitiv im Gesetz verankert. Der Assistenzbeitrag ermöglicht es Menschen mit Behinderung, eigenverantwortlicher und selbstbestimmter zu leben, indem sie als Arbeitgebende Unterstützungspersonen beschäftigen können. Um Ihnen den Einstieg in diese neue Rolle zu erleichtern, gibt es auch einen einmaligen Beitrag für den Einkauf von Beratungsdienstleistungen.

2012 wurde 500 Personen ein Assistenzbeitrag zugesprochen, und die IV zahlte 13 Mio. Franken in Form von Assistenzbeiträgen und Beiträgen an «Beratung und Unterstützung» aus. Mittelfristig rechnet das Bundesamt für Sozialversicherungen mit 3’000 bis 3’500 Bezügerinnen und Bezügern und jährlichen Ausgaben von 50 bis 60 Millionen Franken. (BSV/mc/pg)

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