Zugeständnisse im Steuerabkommen mit Berlin?

Eveline Widmer-Schlumpf

Finanzministerin Eveline Widmer-Schlumpf.

Frankfurt am Main – Die Schweiz scheint im Poker um das deutsch-schweizerische Steuerabkommen zu substanziellen Nachbesserungen bereit zu sein. Wie das «Handelsblatt» unter Berufung auf Verhandlungskreise berichtet, ist die Schweiz bereit, einen höheren Satz für die Nachversteuerung von Altvermögen zu akzeptieren.

Bisher sei in dem Vertrag vorgesehen, dass Besitzer von unversteuerten Altvermögen ihr Geld anonym mit Sätzen zwischen 19 und 34% nachversteuern sollen, um so einen Weg zurück in die Legalität zu finden. «Jetzt wird über Sätze von 21 bis 41% gesprochen», zitiert die Zeitung Verhandlungskreise.

Zentrales Anliegen der Sozialdemokraten
Damit gehe die Schweiz auf eine zentrale Forderung der Deutschen Sozialdemokraten ein, die stets den Abgeltungssteuersatz als zu gering kritisiert hatten. Ein Sprecher des Staatssekretariat für Internationale Finanzfragen SIF habe sich gegenüber der Zeitung zu Details nicht äussern wollen. «Wir bestätigen lediglich, dass ein konkreter Vorschlag auf dem Tisch liegt», so SIF-Sprecher Mario Tuor gegenüber der deutschen Publikation. Das deutsche Finanzministerium wollte sich zu den laufenden Verhandlungen nicht äussern. (awp/mc/pg)

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