Zur Rose legt im ersten Quartal 2019 weiter zu

Walter Oberhänsli
Walter Oberhänsli, CEO Zur Rose Group. (Foto: zvg)

Zürich – Die Versandapotheke Zur Rose hat im ersten Quartal 2019 den Umsatz weiter gesteigert, nicht zuletzt dank der Übernahme von Medpex. Entsprechend war der Verkauf von rezeptfreien Medikamenten in Deutschland der wichtigste Wachstumstreiber. Der Ausblick für das Gesamtjahr wurde vom Management bestätigt.

Konkret verbesserte sich der Umsatz im ersten Jahresviertel inklusive der Medpex-Übernahme um 28 Prozent auf 381,1 Millionen Franken, teilte die Gruppe am Mittwoch mit. Ohne Medpex lag das Wachstum bei 9,9 Prozent.

Deutschlandgeschäft wächst um 46%
Damit legte Zur Rose insbesondere im grössten europäischen Medikamente-Versandmarkt Deutschland zu. Das Deutschlandgeschäft wuchs um 46 Prozent auf 212,8 Millionen. Ohne Medpex stand in dem Land ein Plus von 13 Prozent zu Buche.

In der Schweiz wuchs der Umsatz dagegen lediglich um 3,6 Prozent auf 132,3 Millionen. Noch verhältnismässig gering war mit 7,9 Millionen der Beitrag aus dem neuen Segment „International“.

Rezeptfreie Arzneimittel stärkster Wachstumstreiber
Vor allem die rezeptfreie Arzneimittel (OTC) verkauften sich in Deutschland gut, heisst es im Communiqué. Und in diesem Geschäft habe sich insbesondere das Versandgeschäft der Anfang 2019 erworbenen Medpex mit einer Steigerung von mehr als 21 Prozent „sehr erfreulich“ entwickelt.

Im Schweizer Geschäft drückten regulatorisch bedingte Preissenkungen auf Medikamente das Umsatzwachstum. Dennoch spricht das Management von einer „positiven“ Entwicklung, die dank des eines Neukundenzuwachs im Ärztegeschäft (B2B) zustande gekommen sei. Im Retailgeschäft (B2C) hätten sich die Preissenkungen indes aufgrund höherpreisiger Medikamente im Specialty Care-Bereich stärker ausgewirkt als im B2B-Geschäft.

Internationalisierung weiter vorantreiben
Bei ihrer Expansion in weitere europäische Märkte sieht sich die Gruppe auf Kurs. Es sei gelungen, die Internationalisierung in europäischen Kernmärkten erfolgreich voranzutreiben, hiess es dazu. Nach der Akquisition von PromoFarma in Spanien im September 2018 übernahm Zur Rose im Februar 2019 den Marktplatz Doctipharma in Frankreich, der in PromoFarma integriert werde.

Nächstes Ziel Italien
Wie bereits früher angekündigt, soll nun Italien als nächstes Ziel in Angriff genommen werden. Dies soll allerdings nicht über Akquisitionen geschehen, sondern über Apotheken-Partnerschaften. Zur Rose teilte nun mit, dass die Vorbereitungen für den Rollout im zweiten Quartal in Italien liefen. Man habe dazu bereits erste Partnerapotheken gewonnen.

Ferner kündigt die Versandapotheke eine Neuorganisation an. Künftig werde sich die Organisation nach Kundensegmenten ausrichten. Dabei werde nicht mehr nach rezeptpflichtigen und rezeptfreien Medikamenten gegliedert, sondern nach den Geschäftsmodellen B2C, Professional Services und Marktplatz, jeweils mit dem gesamten Apothekensortiment. Auch die Berichterstattung zu den Segmenten soll dann dieser Logik folgen.

Ausblick aus heutiger Sicht bestätigt
Bereits im November 2018 hatte Zur Rose nach mehreren Übernahmen den mittelfristigen Ausblick erhöht. Die Ziele wurden nun „aus heutiger Sicht“ vom Management bestätigt. Die Gruppe erwartet also für 2019 weiterhin einen Umsatz von 1,6 Milliarden Franken, was einem Wachstum von über 30 Prozent entspricht. Auf Stufe EBITDA wird zudem ein ausgeglichenes Ergebnis angestrebt. (awp/mc/pg)

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