Zweifel übertrifft 2023 den Rekord aus dem Vorjahr

Zweifel übertrifft 2023 den Rekord aus dem Vorjahr
Zweifel schreibt achten Umsatzrekord in Folge. (Bild: Zweifel)

Zürich – Für den Chips-Hersteller Zweifel gilt erneut: Nach dem Rekordjahr ist vor dem Rekordjahr. Die Firma aus Zürich Höngg verkaufte im vergangenen Jahr zum 65-Jahre-Jubiläum so viele Chips und Snacks wie nie. Im laufenden Jahr will das Unternehmen weiter wachsen und investiert in ein neues Werk in Spreitenbach.

Es sei der achte Umsatzrekord in Folge. Mit einem Anstieg um 5 Prozent auf 301 Millionen Umsatz knackte das Unternehmen 2023 erstmals die 300-Millionen-Marke. «Erstmals verkaufte Zweifel auch mehr als 10’000 Tonnen Chips und Snacks», sagte CEO Christoph Zweifel am Mittwoch vor den Medien. Angaben zum Gewinn macht das für seine Paprika-Chips berühmte Unternehmen jeweils nicht.

Der Erfolg sei nicht nur dem Detailhandel, sondern auch dem Gastronomie- und Convenience-Bereich zu verdanken, so der CEO. Das Detailhandelsgeschäft macht dabei allerdings rund 70 Prozent der Umsätze aus.

Viele Kartoffeln für wenig Chips
Zweifel verarbeitet laut dem Chef jährlich rund 27’000 Tonnen Kartoffeln am Produktionsstandort in Spreitenbach. Durch das Frittieren verlieren sie rund zwei Drittel ihres Gewichts: Für eine 380-Gramm-Pakung der beliebten Paprika- oder Natur-Chips wird also rund ein Kilo Kartoffeln verarbeitet.

Rund 90 Prozent der Kartoffeln kommen dabei aus der Schweiz, wobei es hier je nach Erntebedingungen zu Schwankungen kommen kann. So können etwa starke Regenfälle wegen Fäule zu starken Ausfällen führen. Wichtigstes Anbaugebiet ist das Berner Seeland.

Ausbau der Snack-Produktion
In Zukunft will das Unternehmen noch grössere Mengen an Chips und Snacks produzierten. Für 2024 geht CEO Zweifel denn auch von einem weiteren Umsatzrekord aus. Zudem will Zweifel 40 Millionen Franken in ein neues Werk zur Snack-Produktion in Spreitenbach investieren.

Damit sollen nicht nur die Kapazitäten erweitert werden, sondern die Produktion auch effizienter und nachhaltiger werden. Der Baubeginn ist für den Sommer 2024 geplant. Im Frühjahr 2027 soll das neue «Snackwerk» die Produktion aufnehmen.

Mit dem Projekt will Zweifel dem Ziel einer fossilfreien Produktion näher kommen. So soll etwa für die Gebäudeheizung künftig Produktionswärme in Verbindung mit Wärmepumpen genutzt oder es sollen auf freien Flächen Photovoltaikanlagen installiert werden.

«Umfassender Snack-Anbieter»
Im Jahr 2020 hatte Zweifel den für seinen «Spitzbueb» bekannten Backwarenhersteller Berger übernommen. Konzern-Chef Zweifel sprach gegenüber der Nachrichtenagentur AWP von einem nahtlosen Übergang im Rahmen einer Nachfolgelösung. Denn Zweifel vertreibe die Berger-Produkte ohnehin schon seit 20 Jahren.

Der CEO betont denn auch die Kontinuität für die Berger-Mitarbeitenden aber auch die Kunden. Auch hier sind im laufenden Jahr Investitionen in die Produktion am Standort in Münsingen geplant. Das Werk bei Bern soll effizienter werden.

Dank Berger bietet Zweifel neben Salzigem auch Süsses an. Zweifel will denn auch ein «umfassender Snack-Anbieter» sein. So führt das Unternehmen seit 2023 auch Waffeln im Sortiment. Damit sei man auch ins «Znüni-Segment» eingestiegen, so der CEO.

Paprika-Chips bleiben Top-Seller
Es ist allerdings kein Geheimnis, dass der klar wichtigste Umsatztreiber die Paprika-Chips von Zweifel bleiben, gefolgt von den Natur-Chips. Genaue Zahlen nennt das Unternehmen dazu allerdings nicht. Bei Berger ist der «Spitzbueb» das meistverkaufte Produkt.

Die höchsten Umsätze erzielt Zweifel dabei während der Sommermonate in der Grillsaison – das Unternehmen spricht von der «Bratwurst-Spitze». Eine weitere Hochphase ist dann zum Jahresende die sogenannte «Champagner-Spitze», in welcher der Chips-Absatz durch Firmenanlässe in die Höhe getrieben wird.

Verkauft werden die Zweifel-Produkt weiterhin grösstenteils in der Schweiz. Seit über einem Jahr zählt neben Deutschland, Österreich und Frankreich aber auch Finnland zu den Verkaufsländern. Die Zahl der Mitarbeitenden an den drei Standorten in Spreitenbach, Höngg und Münsingen beziffert das Unternehmen auf über 500. (awp/mc/pg)

Zweifel

Schreibe einen Kommentar