iGroove: Fair-Trade-Musik per SMS

iGroove: Fair-Trade-Musik per SMS

Bildlegende (vlnr): Dennis Hausammann, Géraldine Allemann, Moris Marchionna (Foto: Dirk Frischknecht, skipp communications AG)

Lachen – Die Schweizer Musikvermarktungsplattform «iGroove» hat 2015 ein stark steigendes Umsatzwachstum verzeichnet. iGroove geht mit dem Musikverkauf per SMS neue Wege und vergütet 92 Prozent der Einnahmen direkt an die Künstler. 2‘500 Schweizer Musiker setzen bereits auf das «Fair-Trade-Label».

Der Schweizer Musikbranche weht ein rauer Wind entgegen. Während die klassischen Musikverkäufe immer weiter zurückgehen, gewinnen Streamingdienste zunehmend an Beliebtheit. Für die Musiker lässt sich über diese Plattformen aber wegen schlechten Vergütungen oft kein Geld verdienen.

Fair-Trade für Musik
iGroove möchte das ändern. «Wir waren selbst Musiker und wissen, wie viel Arbeit hinter der Produktion eigener Songs steckt. Die Künstler sollen besser davon profitieren können», sagt Mitgründer Dennis Hausammann. iGroove vergütet 92 Prozent der Einnahmen direkt an die Interpreten – ein ungewohnt hoher Anteil für die Branche. Ausserdem können Käufer selber entscheiden, wie viel sie dem Künstler für seine Musik bezahlen möchten – lediglich ein Mindestbetrag ist jeweils festgelegt.

Musikkauf per SMS: Marktpotenzial steigt um 80 Prozent
Mit der Entwicklung eines SMS-Dienstes für Musik eröffnet iGroove Konsumenten und Musikern neue Möglichkeiten. Auch Konsumenten ohne iTunes- oder andere Accounts und ohne Kreditkarte können Musik nun online einkaufen – bequem per Smartphone. Der Kaufbetrag wird der Telefonrechnung oder dem Pre-Paid-Guthaben belastet. In einem Markt, in welchem gemäss Branchenverband IFPI Schweiz 7.1 Millionen aktive Smartphones und 1.4 Millionen Tablets in Betrieb sind*, erweitert iGroove damit das Marktpotenzial um 80 Prozent – eine Chance für alle Marktteilnehmer.

Erste Chartplatzierungen
Die ersten Erfolgsgeschichten lassen nicht lange auf sich warten: Die Single «Kei Ziit» der beiden bislang unbekannten Zürcher Rapper XEN und EAZ schaffte es dank knapp 50 Prozent SMS-Käufen bis auf den zweiten Rang der offiziellen Schweizer Single Hitparade. Sieben Singles und neun Alben sind im letzten Jahr via iGroove gechartet.

Schläfrige Branchenriesen
Trotz des eindrücklichen Erfolgs des SMS-Verkaufs verweigern sich die grossen Labels beinahe vollständig dieser Entwicklung. Weshalb? Die Umsätze im Schweizer Musikmarkt sinken jährlich um 10 Prozent. Verschläft man hier eine weitere Chance? Fest steht: Wenn es weitergeht wie bisher, dürfte der Branchenprimus iTunes in Sachen Ausschüttungen an die Künstler bald von iGroove überholt werden. (iGroove/mc/hfu)

Über iGroove
Die iGroove AG mit Sitz in Lachen SZ wurde 2013 von Dennis Hausammann, Moris Marchionna und Géraldine Allemann gegründet. Das Musikportal, dessen Konzept 2013 bereits den Swiss E-Commerce Award als «Newcomer» erhielt, ist seit dem Frühjahr 2015 aktiv und verzeichnet 2015 bereits ein Umsatzwachstum von 1‘500 Prozent (von CHF 2‘400 Franken auf CHF 37‘000 Franken Umsatz pro Monat). Als Reaktion darauf expandiert die Schweizer Firma auch bereits nach Deutschland, wo namhafte Künstler wie Samy Deluxe gewonnen werden konnten. www.igroove.ch

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