Start-up Olmero: Wenn die Baubranche Feuer fängt


Die Idee zweier ETH-Doktoranden, eine Plattform für Bauausschreibungen im Internet zu entwickeln, war für die Schweizer Bauwirtschaft bahnbrechend. Die Innovation schlug derart ein, dass sich schnell Kapitalgeber aus der Branche fanden.


Gute Idee gehabt: Markus Schulte und Oliver Behnen
Oliver Behnen und Markus Schulte sassen in der Kaffeepause, als sie den Geistesblitz hatten, wie sich Bauausschreibungen mit Hilfe von Internettechnologie wesentlich einfacher abwickeln liessen. Es war März 2000. Beide waren damals Doktoranden am Institut für Bauplanung und Baubetrieb der ETH Zürich.

Der Zufall wollte es, dass die ETH zu dieser Zeit zusammen mit McKinsey Schweiz einen Businessplan-Wettbewerb lanciert hatte. Kurz entschlossen stiegen die Doktoranden in der zweiten Runde des Wettbewerbs ein.

Keine Spinnerei
Als sie erfuhren, dass ihre Idee im Ausland bereits umgesetzt war, war dies zunächst eine Enttäuschung: «Je länger wir aber darüber nachdachten, desto mehr fühlten wir uns bestätigt. Wenn unsere Idee im Ausland bereits erfolgreich verwirklicht war, konnte sie keine Spinnerei sein.»

Kapitalbeteiligung bringt weitere Vorteile
Bestandteil eines überzeugenden Businessplans ist ein durchdachtes Finanzierungskonzept. Oliver Behnen und Markus Schulte kontaktierten die Zürcher Kantonalbank und liessen sich in Sachen Startfinanzierung beraten. Eine weitgehende Fremdfinanzierung oder sogar eine Beteiligung am Aktienkapital schienen das Naheliegendste. Doch es kam anders.

Hilfreicher «Business Angel»
Durch ein Forschungsprojekt hatten die Doktoranden Kontakt zu Hans-Peter Domanig, Geschäftsleiter der Zschokke Generalunternehmung AG. Er war von ihrer Idee sofort begeistert und wollte sich als «Business Angel» mit Kapital und Know-how engagieren. Zur weiteren Verstärkung holte er renommierte Unternehmen der Baubranche, Batigroup, Mobag und HRS, ins Boot. Die Geschäftsidee hatte eingeschlagen – einer Realisierung stand nichts mehr im Wege.

Für ihren Businessplan erhielten Behnen und Schulte von der Wettbewerbsjury die Silbermedaille. «Dass unsere Idee von grossen Unternehmen mitgetragen wurde, hat uns sicherlich dabei geholfen», meint Markus Schulte rückblickend bescheiden.

ETH-Spin-off
Im August 2000 wurde die OLMeRO AG als Spin-off der ETH Zürich gegründet, Oliver Behnen und Markus Schulte übernahmen die Geschäftsleitung. Neben der Finanzierung brachte die Beteiligung der Baufirmen weitere Vorteile: Die Unternehmen veranschaulichten den Jungunternehmern, wie Bauprozesse praktisch ablaufen – die Entwicklung einer praxisnahen Software war gewährleistet.

Die Branchengrössen sind dabei
Durch das Investment renommierter Unternehmen wurde OLMeRO in der Baubranche schnell akzeptiert, bald schon schlossen sich weitere Unternehmen der Initiative an. Bereits am 23. Januar 2001 nahm die Firma den Onlinebetrieb auf. Die beteiligten Bau- und Generalunternehmen (zum Beispiel Karl Steiner AG, Früh Immobilien, Allreal) wickelten ihre Ausschreibungen von Anfang an über die OLMeRO AG ab. Dies machte die Plattform für Auftragssuchende – Handwerker und Bauunternehmen– schnell attraktiv.

Im Handumdrehen beworben
Um sich für eine Bauausschreibung zu bewerben, braucht Giuseppe Ferrari, Gipserunternehmer aus Kloten, heute lediglich einen PC mit Internetanschluss und ein Abonnement bei der OLMeRO AG. Loggt er sich ein, sieht er sämtliche Ausschreibungen für Gipseraufträge im Kanton Zürich. Entscheidet er sich für eine Offerte, reicht er sie elektronisch ein. Geeignet dafür sind alle in der schweizerischen Bauwirtschaft gängigen Softwarepakete oder aber eine spezielle OLMeRO-Lösung.

Die Bewerbung wird sodann online übermittelt. «Ich kann mir heute in Kürze eine Übersicht über die aktuellen Bauprojekte verschaffen und habe Zugang zu einer grösseren Anzahl von Auftraggebern. Mein Akquisitionsaufwand für Aufträge ist jetzt bedeutend geringer», erklärt Giuseppe Ferrari die Vorteile der elektronischen Plattform.

Marktlücke entdeckt
Mit der Internetlösung für Bauausschreibungen hatten die OLMeRO-Gründer eine Marktlücke entdeckt. Damit nicht genug: Die umtriebigen Unternehmer brachten im Mai 2002 mit dem «Projektraum» ein weiteres innovatives Produkt auf den Markt. Über eine zentrale Internetplattform können alle an einem Bauprojekt Beteiligten sämtliche Mitteilungen, Dokumente und Pläne, die im Rahmen eines Projekts empfangen oder versandt werden, am Bildschirm einsehen und bearbeiten.

Dies erleichtert die firmenübergreifende Zusammenarbeit bei Grossprojekten enorm. Die OLMeRO AG hat bereits über 20 Projekträume konzipiert – darunter beispielsweise denjenigen für das Projekt Sihlcity in Zürich-Brunau.


OLMeRO – E-Business für die Bauwirtschaft 
Unter www.olmero.ch betreibt die OLMeRO AG eine Ausschreibungsplattform, über die führende Auftraggeber der Schweizer Bauwirtschaft bereits mehr als 8000 Ausschreibungen erfolgreich abgewickelt haben. Das zweite Geschäftsfeld, der «Projektraum», ermöglicht die verbesserte Zusammenarbeit bei unternehmens-übergreifenden Projektaufgaben.

Am Aktienkapital sind rund 20 namhafte Schweizer Unternehmen der Baubranche beteiligt. Das Firma beschäftigt 20 Mitarbeitende, hauptsächlich Kundenberater im Aussendienst sowie bei der Hotline. Sie unterstützen und schulen Kunden in der Handhabung der Software. Der Hauptsitz des Unternehmens befindet sich seit Dezember 2003 in Glattbrugg. Eine Zweigniederlassung befindet in der Westschweiz, in Renens.

OLMeRO AG
Europastrasse 30
CH-8152 Glattbrugg
Telefon 0848 656 376
[email protected]
www.olmero.ch
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