Ballett Zürich: Nijinski

Ballett Zürich: Nijinski
William Moore und Esteban Berlanga bei den Proben zu Nijinski. (Foto: Opernhaus Zürich)

Zürich – Einhundert Jahre nach seinem letzten öffentlichen Auftritt als Tänzer steht der Ausnahmekünstler Vaslav Nijinski im Mittelpunkt eines bereits mit vielen Preisen ausgezeichneten Tanzstücks von Marco Goecke.

Vor der schweizerischen Erstaufführung am 9. März 2019 mit dem Ballett Zürich erzählen Marco Goecke und Nijinski-Darsteller Esteban Berlanga in der Matinee am 3. März um 11.15 Uhr im Bernhard Theater, von ihrer Arbeit an dem Ballett. Ausserdem spricht Dramaturg Michael Küster mit Ballettdirektor Christian Spuck, dem Dirigenten Pavel Baleff und dem Tänzer Mark Geilings. Der Pianist Adrian Oetiker wird mit Kompositionen von Chopin und Debussy zu hören sein.

Zehn ruhmreiche Jahre
Nur zehn ruhmreiche Jahre waren Vaslav Nijinski an der Spitze von Sergej Diaghilews legendären «Ballets Russes» vergönnt. Als Faun und Goldener Sklave berauschte er das Publikum mit virtuosen Sprüngen und androgynem Charisma. Seine gewagten Choreografien provozierten Skandale. Er liebte einen Mann und heiratete eine Frau. Auf dem Höhepunkt seines Ruhmes stürzte der Tänzer ab. Ehe er 1950 in London starb, verdämmerte er dreissig Jahre geisteskrank in Sanatorien. Eine Zwangseinweisung in die Psychiatrie, zweifelhafte Diagnosen und Therapieexperimente trieben seine Seele ins Unerreichbare.

Marco Goecke hat dem Jahrhunderttänzer und -choreografen ein abendfüllendes Ballett gewidmet. Entstanden ist dabei eine faszinierende Fusion aus Goeckes unverwechselbarer, zittrig-nervöser bis rasender Körpersprache und einer Erinnerung an den Künstler Nijinski, die auch choreografische Elemente aus dessen Tänzerkarriere zulässt. (Opernhaus Zürich/mc/ps)

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