Buick Centurion Concept: Wer im Glashaus flitzt

Buick Centurion Concept: Wer im Glashaus flitzt
Zwei mächtige, flach aufragende Heckflügel zieren den Buick Centurion. Dieses Designmerkmal findet sich bei den 1959er-Modellen von Buick und Chevrolet wieder. Zentral über dem spitz zulaufenden Heck ist die Kamera untergebracht. (Foto: Contact/ SPIEGEL)

Die Automobilgeschichte ist voll von irren Studien, die erst begeisterten und dann verschwanden. SPIEGEL zeigt die gewagtesten Visionen. Diesmal: ein Auto im Düsenjet-Design, aber ohne Rückspiegel.

Als die Welt noch ohne Internet war, mussten sich Autokonzerne etwas einfallen lassen, um ihre Innovationskraft und technische Überlegenheit quer durch das Land zu demonstrieren. General Motors beispielsweise veranstaltete ab 1949 spezielle Hausmessen, die schon bald unter dem Namen „Motorama“ Furore machten. 1956 tourte die PS-Show durch fünf US-Grossstädte, lockte insgesamt 2,2 Millionen Besucher an und diese wiederum staunten vor allem über ein Auto, das aussah, als seien soeben Ausserirdische damit gelandet: der Buick Centurion Concept. Die beiden Stossfänger am Bug sahen aus wie die Spitzen von Flugzeugrümpfen. Über den Innenraum mit vier roten Kunstledersitzen wölbte sich ein spektakuläres Glaskuppeldach. Und am Heck streckten sich zwei Flügel aus der Karosserie aus glasfaserverstärktem Kunststoff.

„In den Dreissiger- und Vierzigerjahren sahen Autos aus wie Lokomotiven, weil die Leute mit der Eisenbahn fuhren. In den Fünfzigerjahren wurden Flugreisen extravagant und immer populärer – und das Autodesign orientierte sich auf einmal an Jets“, sagt Jeremy Dimick, Leiter der Sammlung der Detroit Historical Society, zu deren Institutionen auch das „Sloan Musem“ im nahegelegenen Flint im US-Staat Michigan gehört. Und zur Sammlung des Museums wiederum gehört bereits seit 1963 der Buick Centurion Concept – das erste „Jet-Car“ aus dem General-Motors-Konzern.

Dabei waren die Designdetails damals noch nicht mal neu: Das erste Auto mit Heckflossen war von der GM-Marke Cadillac vorgestellt worden. Der Ford-Konzern mit den Studien Ford FX-Atmos und dem Lincoln Futura die Glaskuppel populär gemacht. Der Buick Centurion jedoch verknüpfte beide Stilmerkmale auf neue Art und trumpfte zudem mit einigen technischen Besonderheiten auf. Jetzt hatte General Motors die Nase wieder vorn im Rennen um das futuristischste „Jet-Car“.

Lesen Sie den ganzen Beitrag bei SPIEGEL

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.